Erstellt am 30. Oktober 2012, 23:00

LASK bezwang Mattersburg in Elferschießen. Der SV Mattersburg ist im Achtelfinale des Fußball-Cups am Regionalligisten LASK gescheitert.

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Die in der Bundesliga sieben Spiele sieglosen Burgenländer mussten sich dem Team des ehemaligen Austria-Trainers Karl Daxbacher in Schwanenstadt im Elfmeterschießen geschlagen gegeben. Nach 120 Minuten war es nach Toren von Patrick Bürger (33.) und Nedeljko Malic (42.) für Mattersburg sowie Silvio (75.) und Radovan Vujanovic (77.) 2:2 gestanden.

Die Entscheidung brachte erst der 16. Elfmeter, den Innenverteidiger Christoph Kobleder verwertete. Davor hatten die Mattersburger Alois Höller und Lukas Rath jeweils die Latte getroffen. Den ersten Matchball für den LASK hatte Torhüter Pavao Pervan über das Tor geknallt. Die in der Regionalliga zweitplatzierten Linzer krönten ihren Oktober, in dem sie jedes Pflichtspiel gewonnen haben, dennoch mit dem Viertelfinal-Einzug.

Beide Teams beendeten das Spiel nur zu zehnt. Erst sah LASK-Mittelfeldspieler Henrique für eine Tätlichkeit die Rote Karte (38.). Der Brasilianer, bis dahin der beste Mann auf dem Platz, war offensichtlich nach einer Provokation von der Ersatzbank der Burgenländer in deren Coaching Zone gestürmt. Nach Seitenwechsel kassierte Mattersburgs Christian Gartner seine zweite Gelbe Karte (64.).

Klasseunterschied war über weite Strecken des Spiels keiner zu sehen. Der spielerischen Linie der Linzer begegnete der Favorit aus Mattersburg wie gewohnt mit Robustheit in den Zweikämpfen. Bürger traf aus 20 Metern via Innenstange zur Führung. Bereits zuvor hatte der ÖFB-Teamspieler zweimal mit Schüssen angeklopft (22., 24.). In numerischer Überlegenheit erhöhte Verteidiger Malic nach einem Corner mit dem Rücken auf 2:0.

Die Mattersburger verabsäumten es, nach der Pause nachzulegen - und wurden mit einem Doppelschlag bestraft. Erst traf Silvio nach einer Einzelaktion mit einem abgefälschten Schuss, dann Vujanovic per Seitfallzieher. Die Chance auf die Entscheidung ließ in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit Mattersburgs Thorsten Röcher aus (93.). Schon in der Verlängerung war der LASK dem Sieg etwas näher, zwingende Torszenen blieben aber aus.

Schwanenstadt (APA) - Karl Daxbacher (LASK-Trainer): "Es war ein unglaublicher Sieg, vor allem der Moral. Wir hatten nach dem 0:2-Pausenstand in Unterzahl nichts mehr zu verlieren. Wir haben alles riskiert und verdient gewonnen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wunschgegner für die nächste Runde habe ich keinen."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir hatten es selbst in der Hand, vor allem nach dem 2:0 zur Pause. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen - außer für die fünf Minuten, in denen wir zwei Tore bekommen haben. Das erste Gegentor war ein Glücksschuss, beim zweiten waren wir zu naiv. Ansonsten hat die Mannschaft das gezeigt, was ich von ihr erwartet habe. Sie war zweikampfstark und kampfbetont. Ein Elfmeterschießen ist dann immer Glückssache."