Erstellt am 30. Oktober 2012, 11:07

Lauda soll Silberpfeilen wieder Glanz verleihen. Niki Lauda soll Mercedes wieder zu großer Stärke und vor allem zu einem siegfähigen Auto in der Formel 1 verhelfen.

Der Dreifach-Weltmeister aus Österreich ist als Koordinator zwischen den Schaltzentralen in England und Deutschland gefragt. Lauda soll in seiner Doppelfunktion als Aufsichtsratschef und TV-Experte weiterhin Klartext reden, aber keine Hofberichterstattung abliefern. "Niki macht das schon richtig, keine Bange, und Hofberichterstattung wird es bei ihm ganz sicher nicht geben", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. Der 63 Jahre alte Lauda soll mit seiner Erfahrung und seinem Wissen dem deutschen Team helfen, bald vorne mitzufahren.

Grundsätzlich sieht sich Lauda vorerst noch in einer Lernphase. "Im Moment gehe ich in die Fabrik wie in eine Schule", sagte der Österreicher der Tageszeitung "Bild". Seit er seinen Posten beim Werksrennstall des deutschen Autobauers angetreten hat, sei er schon dreimal in der Fabrik gewesen. Diese befindet sich im englischen Brackley. "Wenn ich die Dinge verstanden habe, will ich Ross und die Engländer motivieren, dass die Kommunikation mit Stuttgart besser wird", meinte Lauda.

Wie die Zusammenarbeit zwischen der Formel-1-Schmiede in England und Mercedes in Deutschland aussehen soll, erklärte Lauda wie folgt: "Von England ausgehend müssen auf Bestellung gewisse Arbeiten kombiniert werden." Und er soll derjenige sein, der das alles koordiniert.

Nur ein Sieg gelang Mercedes seit dem Comeback der Silberpfeile zur Saison 2010 - Nico Rosberg gewann in diesem Jahr in China. Teamkollege Michael Schumacher schaffte es bei seiner dreijährigen Rückkehr bisher nur einmal aufs Podest - beim Großen Preis von Europa in dieser Saison. Ross Brawn habe als Teamchef aber nie zur Diskussion gestanden, meinte Lauda.

Auf ein Lehrjahr hat sich auch Schumacher-Nachfolger Lewis Hamilton schon gefasst gemacht. "Vielleicht haben wir schon nächstes Jahr ein gutes Auto und können mithalten, das wäre fantastisch. Ehrlich gesagt, rechne ich jedoch eher damit, dass es eine Saison wird, in der wir viel lernen müssen", hatte der Engländer bereits gesagt.