Erstellt am 04. Juli 2011, 15:51

Letzte Vorbereitungen vor Start der Makkabispiele. Der Countdown geht zu Ende: Morgen, Dienstag, starten in Wien die Makkabispiele, die "jüdische Olympiade". "Wir haben zweieinhalb Jahre Vorbereitung hinter uns", so Oskar Deutsch, Vorsitzender des Organisationskomitees, am Montag bei einer Pressekonferenz.

Derzeit würden noch "letzte Herausforderungen in der Organisation" geklärt werden. Auch den Veranstaltungsstätten in Wien und Niederösterreich wurde am Montag noch der letzte Feinschliff verpasst. In der Wiener Zwi Perez Chajes-Schule und im Hakoah-Sportzentrum platzierten Helfer Absperrgitter, stellten Tische und Bänke auf und säuberten Wege.

Viele der Helfer zeigten dabei wohl unbezahltes Engagement. Laut Deutsch gibt es rund 250 freiwillige Helfer, mehr noch: Mehr als 500 Mitglieder der jüdischen Gemeinde seien "in diese Spiele irgendwie involviert".

Ernst wird es schließlich am Mittwoch, wenn die Wettkämpfe starten. Am Abend findet eine dreistündige Eröffnungsshow am Rathausplatz statt. Neben Reden - unter anderem von Bundespräsident Fischer und Israels Parlamentspräsidenten Rivlin gibt es auch Unterhaltung.

Sie kündigte Auftritte von Schauspieler Maximilian Schell, den Wiener Sängerknaben und von Sarit Hadad - einer ehemaligen israelischen Song-Contest-Teilnehmerin - an. Die offizielle Makkabiflamme wird von Eishockeyspieler Rafael Rotter entzündet.

Bis 12. Juli werden Wettbewerbe abgehalten. Rund 2.000 Sportler aus 38 Nationen werden in 17 Disziplinen gegeneinander antreten. Die österreichische Mannschaft umfasst 190 Personen. Bekanntestes Mitglied ist der Schwimm-Profi Maxim Podoprigora.

Die jüdischen Makkabispiele zählen zu den größten sportlichen Veranstaltungen der Welt. Die ersten wurde 1932 in Tel Aviv veranstaltet. Alle vier Jahre finden sie in Israel statt. Die 13. Ausgabe geht nun in Wien über die Bühne - und damit zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum.