Erstellt am 24. Januar 2014, 15:04

Liga-Ziel: Rasenheizungs-Pflicht ab 2016/17. Der Aufsichtsrat der Fußball-Bundesliga hat nach zweitägiger Klausur am Freitag Resümee über die künftigen Aufgabengebiete gezogen.

Wichtige Punkte sind dabei die Nachfolge des vor kurzem als Liga-Vorstand zurückgetretenen Georg Pangl sowie Infrastrukturmaßnahmen. So will die Liga ab der Saison 2016/17 verpflichtende Rasenheizungen in der höchsten Spielklasse festlegen.

Zwei Millionen Euro für infrastrukturelle Maßnahmen

Um dies möglich zu machen, hat sich der Aufsichtsrat zum Ziel gesetzt, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre ein Budget von insgesamt zwei Millionen Euro zweckgebunden für infrastrukturelle Maßnahmen der Bundesliga-Clubs zur Verfügung gestellt wird.

Gemeinsam mit vereinsinternen Investitionen sowie Förderungen der öffentlichen Hand sollen damit die Rahmenbedingungen in den Stadien verbessert werden.

In der nächsten Hauptversammlung soll weiters der verpflichtende Einsatz von Rasenheizungen ab 2016/17 beschlossen werden. Wie die Liga in einer Aussendung bekannt gab, sei somit eine Übergangszeit von zwei Jahren für die Bundesligisten gewährleistet.

Kein zeitliches Limit bei der Nachfolge von Vorstand Pangl

Diese sind in der Frage bekanntlich gespalten. Während die Wiener Großclubs eine verpflichtende Rasenheizung als notwendig erachten, sind die sogenannten "Dorfvereine" wie der WAC, Grödig oder Wr. Neustadt aufgrund der hohen Anschaffungskosten dagegen.

In punkto Pangl-Nachfolge hat sich die Liga kein zeitliches Limit gesetzt. Seine Agenden werden interimistisch von den Vorständen Reinhard Herovits (Vorstand Finanz und Lizenzierung) sowie Christian Ebenbauer (Vorstand Recht und Spielbetrieb) weitergeführt.

Die vakante Position für die Bereiche Marketing, Vertrieb sowie die strategische Weiterentwicklung soll aber nachbesetzt werden.

Zuschauerschwund und Bewerbssponsoren im Fokus

Erneut angesprochen wurden auch die Problemfelder Zuschauerschwund und die Bewerbs-Sponsoren-Frage. So soll im Frühjahr eine Marktanalyse durchgeführt werden, um gemeinsam mit den TV-Partnern beispielsweise Lösungsvorschläge bei Anstoßzeiten zu erarbeiten.

Bei den Verhandlungen zum Bewerbssponsoring wollen die Vorstände Ebenbauer und Herovits einen erfolgreichen Vertragsabschluss herbeiführen. Die Verträge mit T-mobile und tipp3 laufen bekanntlich mit Saisonende aus.