Erstellt am 14. Januar 2016, 05:28

von Bernhard Fenz

Ligaobmann: Umkämpfte Nachfolge. Franz Granabetter wird Ende Jänner als Chef der BVZ Burgenlandliga abtreten. Zwei Kandidaten wollen ihn beerben.

Er tritt nicht mehr an: Franz Granabetter sagt nach 25 Jahren als Ligaobmann »Auf Wiedersehen«.  |  NOEN, Fenz
Geht es nach den Wünschen der Verantwortlichen, so wird die Hauptversammlung des Burgenländischen Fußballverbands am 13. März harmonisch über die Bühne gehen.

Das optimale Drehbuch für jene Veranstaltung, die die nächste Periode des BFV-Vorstands einläuten soll, sieht vor, dass die personellen Weichen schon im Vorfeld gestellt – und dann von den Klubs abgesegnet – werden.

Ein wenig anders ist die Ausgangslage bei der höchsten Liga des Landes, der BVZ Burgenlandliga.

Fakt ist: Franz Granabetter wird bei der Ligasitzung (wo übrigens neben den Burgenlandliga-Klubs auch jene der Ostliga stimmberechtigt sind) am 30. Jänner nicht mehr zur Wahl stehen.

Nach 25 Jahren soll „nun Veränderung her“

Der 67-jährige St. Margarethener sagt nach 25 Jahren „Auf Wiedersehen“ – und das mit einem Lächeln: „Ich freue mich, dass ich jetzt zurücktrete. Es war eine schöne Zeit, aber nun soll eine Veränderung her.“

Nicht zuletzt eine schwere Erkrankung schwächte den Funktionär 2015. Mittlerweile fühlt er sich aber wieder fit, trotzdem strebt Granabetter eine Amtsübergabe an.

Duell Robert Wieger gegen Josef Pekovics

Wer die besagte Nachfolge antritt, bleibt ein höchst spannendes Thema – und wird am 30. Jänner im Zuge einer Abstimmung entschieden. Wählen dürfen dabei die 17 Klubs der BVZ Burgenlandliga, plus die drei Ostligisten Ritzing, Neusiedl/See und Oberwart (Parndorf ist bereits in der BVZ Burgenlandliga mit der Zweier-Mannschaft vertreten und hat klarerweise nicht zwei Stimmen). Eine einfache Mehrheit entscheidet.

Zur Wahl steht einerseits der Breitenbrunner Robert Wieger (47), aktuell Obmann der Gruppe Nord, Mitglied des BFV-Vorstands und vom Ligaausschuss nominiert.

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Was er sich vorstellt: „Ich sehe die Funktion als schöne und interessante Herausforderung, um für die Besten unseres Landes etwas bewirken zu können. Als Gruppenobmann bin ich keinem Verein zugeordnet und möchte somit für alle Klubs in gleichem Maße tätig sein. Zudem kenne ich den Verband und dessen Struktur aus meiner bisherigen Tätigkeit bereits.“

Als zweite Person kandidiert der gebürtige Lackenbacher Josef Pekovics (67) – er wohnt in Weißenbachl und ist als Sektionsleiter beim SV Neuberg aktiv.

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Der Funktionär benötigte für die Kandidatur die schriftliche Unterstützung von mindestens drei Vereinen, die kam auch – laut Pekovics vom SV Oberwart, vom SV Stegersbach und vom FC Deutschkreutz. „Mir war wichtig, dass Neuberg hier nicht einer der drei Klubs war – das hätte keine gute Optik abgegeben.“

Ob er im Falle einer Bestellung weiter im Südburgenland tätig sein werde, ließ Pekovics offen. Warum er für das Amt kandidiere? „Ich will frischen Wind reinbringen und habe als Pensionist auch die nötige Zeit dafür. Mich persönlich reizt es, in Zeiten wie diesen, wo sich schwer Funktionäre finden, so ein Amt anzustreben und für den Fußball im Burgenland tätig zu sein.“