Erstellt am 01. Dezember 2013, 22:42

Lindell-Vikarby gewann RTL in Beaver Creek. Eine Schwedin hat den ersten Riesentorlauf-Heimsieg der US-Damen seit 18 Jahren verhindert.

Jessica Lindell-Vikarby (29) gewann am Sonntag den letzten Bewerb der WM-Generalprobe für 2015 in Beaver Creek mit 0,09 Sek. Vorsprung auf die Lokalmatadorin Mikela Shiffrin. Platz drei ging an Tina Weirather (LIE), während Kathrin Zettel als 15. Beste eines schwer geschlagenen ÖSV-Teams war.

Sölden-Siegerin und Topfavoritin Lara Gut (SUI) schied schon in Lauf eins aus. Am Ende feierte Lindell-Vikarby ihren zweiten Weltcupsieg vor der 18-jährigen Shiffrin, die vor tausenden Fans ihren ersten Riesentorlauf-Triumph nur hauchdünn verpasste.

Siegerin Lindell-Vikarby reichte im Finale die achte Zeit zum zweiten Weltcupsieg nach dem Super-G von Cortina 2009. "Der erste Lauf war perfekt. Ich war im zweiten sehr nervös, hab's dann aber runtergebracht", sagte die einstige Junioren-Weltmeisterin.

Für die ÖSV-Damen setzte es zum Schluss des WM-Tests die größte Riesentorlauf-Niederlage seit über zehn Jahren. Nur vier von neun erreichten das Finale, in dem Zettel weitere zwei Plätze verlor. Und mit der zur Halbzeit zehntplatzierten Anna Fenninger schied Österreichs größte Hoffnung auf eine Podestplatzierung aus.

"Das darf einfach nicht passieren. Mich ärgert, dass ich solche Fehler mache", zeigte sich Fenninger enttäuscht. "Solche Rennen gibt es einfach. Sicher zipft es mich an. Aber ich muss weiterdenken und nach vorne schauen."

So wurde Zettel als Gesamt-15. beste Österreicherin. Trost war das für die mit Rückenproblemen gestartete Niederösterreicherin keiner, obwohl sie beim Start in den zweiten Durchgang so heftig ausrutschte, dass sie beinahe schon da gescheitert wäre. Eva-Maria Brem (17.) und Elisabeth Görgl (19.) waren am Ende die zwei weiteren ÖSV-Damen im Klassement.