Erstellt am 18. Februar 2012, 12:01

Lingers nach Sigulda-Sieg vor Gesamt-Triumph. Nur eine Woche nach ihrem dritten WM-Titel sind die Doppel-Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger ihrem nächsten großen Ziel einen Riesenschritt näher gekommen.

Die Brüder aus Tirol siegten am Samstag in Sigulda überlegen und stehen nach ihrem insgesamt 14. Weltcup-Sieg vor dem erstmaligen Triumph in der Gesamtwertung.

Vor dem Finale am kommenden Samstag in Paramonovo liegen die Lingers in der Gesamtwertung mit 680 Zählern klar vor den Deutschen Tobias Wendl/Tobias Arlt. Die Titelverteidiger wurden in Lettland hinter den Südtirolern Christian Oberstolz/Patrick Gruber Dritte und haben nun 635 Zähler auf dem Konto.

Bereits Platz sieben würde Andreas und Wolfgang Linger, die in dieser Saison bisher immer auf dem Podest (drei Siege, zweimal Zweite, dreimal Dritte) gelandet sind, in Russland genügen, um aus eigener Kraft die Kristallkugel zu holen. Die WM-Dritten Peter Penz und Georg Fischler verhauten ihre Läufe in Sigulda total und mussten sich mit fast zweieinhalb Sekunden Rückstand auf ihre ÖRV-Teamkollegen nur mit Rang 18 begnügen.

Die Lingers markierten in Lettland in beiden Läufen klare Bestzeit. "Das Gesamtpaket passt jetzt einfach perfekt zusammen. Wir sind heute auch sehr gut gestartet, vor allem im zweiten Lauf, da sind wir sehr zufrieden", betonte Andreas Linger. Sein um 17 Monate jüngerer Bruder Wolfgang dachte bereits an die nächsten Rennen. "Ich habe schon in St. Moritz gesagt, der Vorsprung ist da, aber wir dürfen uns auf keinen Fall ausruhen, der Weltcup ist entschieden, wenn der Letzte von uns im Ziel ist", erklärte der 29-Jährige.

ÖRV-Cheftrainer Rene Friedl ist zuversichtlich, dass die Lingers nächste Woche die große Kristallkugel in Händen halten werden: "Ich habe schon nach Winterberg gesagt, dass jetzt die Linger-Bahnen kommen werden".