Erstellt am 22. August 2012, 00:00

„Man darf ja träumen“. PARALYMPICS /  Georg Tischler ist bereit für London 2012 – auch wenn er weiß, dass eine Medaille fast unmöglich ist.

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VON MARTIN IVANSICH

Bei den Paralympics 2004 hatte der Golser Kugelstoßer Georg Tischler seinen großen Auftritt – er triumphierte in Athen. Eine Wiederholung dieser Leistung schätzt der ehrgeizige Athlet, der diesmal zum bereits vierten Mal bei den Paralympics startet, als ganz schwer ein: „Durch die Zusammenlegung der verschiedenen Klassen bin ich heuer eindeutig Außenseiter. Trotzdem: Angst hab‘ ich vor niemandem. Ich bin optimal vorbereitet und werde wieder an meine Leistungsgrenze gehen“, gibt sich der Golser gewohnt kämpferisch. „Und außerdem darf man ja auch träumen“ fügte der Routinier mit einem Schmunzeln hinzu.

Mit Manfred Dollmann wird ein weiterer rot-goldener Hoffnungsträger um Medaillen kämpfen. Als gebürtiger Langenloiser ist er zwar kein waschechter Burgenländer, gemeldet ist er aber mittlerweile für den ASKÖ Behindertensportverein Südburgenland. Auch wenn Dollmann bei seinem ersten Start 1988 in Seoul Gold holte und mit nunmehr sieben Teilnahmen viel Erfahrung mitbringt, schleicht sich immer noch ein wenig Kribbeln vor einem Start ein: „Bei jedem Großereignis spielen einfach die Nerven mit. Es ist ein toller Ausnahmewettkampf mit einer sensationellen Eröffnungsfeier und Schlusszeremonie.“

Der dritte Burgenländer, der in London an den Start geht, ist Sven Reiger. Der Weidener Segler, er wird übrigens von Stefan Hess trainiert, gilt als Kandidat auf eine Medaille. „Wir sind aber nicht in einer Favoritenrolle, haben uns jedoch auf dem Materialsektor deutlich verbessert und werden voll angreifen“, so Reiger, dem natürlich auch bewusst ist: „Beim Segeln ist es eine enge Sache. Da können viele vorne mitmischen.“