Erstellt am 11. Juli 2014, 07:01

von Otto Gansrigler und Bernhard Fenz

Trimmel: „Es war die richtige Entscheidung“. Der Mannersdorfer Christopher Trimmel spricht über seine ersten Erfahrungen als Neuer bei Union Berlin.

»Ick bin ein Berliner«: Christopher Trimmel (27) will mit Union Berlin in der 2. Deutschen Bundesliga mitreden. Foto: zVg  |  NOEN, zVg

Noch bis morgen, Donnerstag, ist Christopher Trimmel in Österreich aktiv. Sein Lebensmittelpunkt hat sich aber bereits nach Deutschland verlagert, der 27-jährige Ex-Rapidler weilt mit seinem neuen Klub Union Berlin lediglich auf Trainingslager in Kärnten.

Wie es dem sympathischen Mittelburgenländer vor dem Saisonstart – am 3. August geht es in Karlsruhe los – und angesichts der neuen Herausforderungen geht? Die BVZ fragte nach.


BVZ: Wie ist es – nach insgesamt sechs Jahren bei Rapid Wien – zu einem neuen Klub zu wechseln?
Christopher Trimmel: Ungewohnt, aber ich wollte mich sportlich wie auch menschlich weiterentwickeln und bin davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war.

„Es wird keine große Umstellung geben“

Wie bist du bei Union Berlin aufgenommen worden?
Sehr gut. Alle Spieler sind charakterlich top, ich fühle mich jetzt schon wohl. Nun muss ich nur noch eine passende Wohnung in Berlin finden – und alles ist perfekt.

Bei Rapid war Christopher Trimmel zuletzt rechts in der Viererkette im Einsatz. Welche Position wartet bei Union Berlin auf dich?
Ich kann rechts hinten und auch offensiv im Mittelfeld spielen, es wird keine große Umstellung geben. Da wir einen neuen Trainer (Anmerkung: Norbert Düwel folgte auf Uwe Neuhaus) bei Union haben, muss ich mich in erster Linie in seine Philosophie einfügen und jeden Tag beweisen, dass ich der Richtige für die Startelf bin.

So werden wohl alle Spieler im Kader denken.
Natürlich ist der Konkurrenzkampf groß. In jedem größeren Klub muss es das aber geben, das steigert die Qualität.

„Mattuschka ist eine Legende wie Hoffmann“

Hast du einige Spieler von Union schon vor deinem ersten Training gekannt?
Persönlich nicht. Aber natürlich waren mir Namen wie Mattuschka, Köhler und Eggimann ein Begriff. Torsten Mattuschka, weil er ähnlich wie Steffen Hofmann eine lebende Legende in Berlin ist. Benjamin Köhler und Mario Eggimann, da sie schon in der Deutschen Bundesliga gespielt haben.

Wo liegen die größten Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich?
So lange bin ich noch nicht in Berlin … In Deutschland wird sehr viel Wert auf Disziplin und Fitness gelegt – da ich davor bei Rapid tätig war, ist das aber kein großer Unterschied. Sprachlich habe ich keine Probleme, auch nicht mit meiner Mundart (schmunzelt).

„An das Nationalteam denke ich überhaupt nicht“

Was ist das sportliche Ziel für die Saison 2014/2015?
Zuerst einmal, dass wir die Philosophie des Trainers verstehen und jeden Tag 100 Prozent davon umsetzen. Ich bin davon überzeugt, dass wir das schaffen und eine tolle Saison spielen werden.

Inwiefern ist die Rückkehr ins Nationalteam Thema?
An das Nationalteam denke ich überhaupt nicht, da ich ohnehin immer mein Bestes gebe – egal, ob bei Rapid Wien oder jetzt bei Union. Wenn ich wieder dabei bin, werde ich mich riesig freuen und alles für Österreich geben.