Erstellt am 17. September 2011, 16:59

Marach/Peya brachten ÖTV-Team mit 2:1 in Führung. Österreichs Davis-Cup-Team benötigt nur noch einen Punkt zum Klassenerhalt in der Weltgruppe der besten 16 Nationen. Oliver Marach und Alexander Peya haben am Samstag beim Weltgruppen-Play-off gegen Belgien in Antwerpen das so wichtige Doppel gewonnen. Sie besiegten Steve Darcis/Olivier Rochus nach 0:1-Satzrückstand nach 2:56 Stunden mit 4:6,6:3,6:4,6:4 und stellten damit auf 2:1.

Damit hat Österreich am Sonntag (12.00 Uhr/live ORF Sport plus) sozusagen zwei "Matchbälle": Jürgen Melzer könnte mit einem Erfolg im Einzel der Nummern 1 gegen Xavier Malisse bereits den uneinholbaren 3:1-Vorsprung sicherstellen. Im Anschluss daran sind vorerst Andreas Haider-Maurer und Steve Darcis für das Schluss-Einzel nominiert. Die Aufstellungen können allerdings noch verändert werden.

"Bei 1:1 braucht man den Punkt wie einen Bissen Brot. Dementsprechend groß ist die Erleichterung, dass wir unserer Favoritenrolle gerecht geworden sind", sagte Peya. Gerade der Wiener, der heuer im Doppel mit Christopher Kas u.a. das Wimbledon-Halbfinale erreicht hat, hatte einen eher schwachen Start in das Match verzeichnet.

"Wir haben dann etwas umgestellt im zweiten Satz, das erste Break war ein Schlüsselpunkt und dann haben wir Gas gegeben", erklärte Oliver Marach. Das ÖTV-Duo agierte in der Folge wesentlich aggressiver und hätte das Match auch etwas klarer gewinnen können. "Im Finish sind sie müder geworden und wir haben verdient gewonnen", sagte der Steirer.

Auch Kapitän Gilbert Schaller, der seinen zehnten und letzten Davis Cup in dieser Funktion unbedingt mit einem Sieg seiner Mannschaft abschließen möchte, war frohen Mutes. "Es fällt mir schon ein kleiner Fels vom Herzen, nicht nur ein Stein. Das ist die Ausgangsposition mit der wir spekuliert haben. Wir haben sehr gute Doppelspieler, das ist auch heute wieder bewiesen worden." Schaller warnte aber vor übertriebenem Optimismus. "Es müssen noch zwei harte Matches gespielt werden und wir haben schon alles erlebt. Aber wir gehen mit einem positiveren Gefühl rein als bei 1:2."