Erstellt am 03. März 2012, 16:29

Marlies Schild hat im Ofterschwang-Slalom viel vor. Der Sonntag kann für Marlies Schild der bisher erfolgreichste Tag ihrer Karriere nach dem 19. Februar 2011, an dem sie in Garmisch-Partenkirchen zum WM-Titel fuhr, werden.

Die 30-jährige Salzburgerin kann im Slalom in Ofterschwang (10.00/13.00 Uhr) den vorzeitigen Gewinn der kleinen Kristallkugel fixieren und den Rekord der Schweizerin Vreni Schneider von 34 Weltcup-Siegen im Slalom einstellen.

Nach Ofterschwang stehen noch die Torläufe in Aare und Schladming auf dem Programm, und damit hat Schild auch noch die Chance, die alleinige Rekordhalterin zu werden. Und die Möglichkeit, dem österreichischen Damen-Skiteam einen Rekord zurückholen, hat die US-Amerikanerin Lindsey Vonn doch heuer der Steirerin Renate Götschl jenen im Super-G weggeschnappt.

Ihre mäßigen Leistungen im Riesentorlauf auf dem Ofterschwanger Horn sind für Schild kein Grund zur Beunruhigung. "Ich habe im Slalom gut trainiert, das ist etwas ganz anderes", sagte die Gewinnerin von bisher drei Kristallkugeln im Slalom (2007, 2008, 2011) und einer in der Kombination (2007). Am Sonntag kann sie "mit einer Legende" gleichziehen, auch für eine so routinierte und erfolgreiche Athletin ist das keine alltägliche Situation.

2008 hat Atomic-Pilotin Schild bereits einen Slalom in Ofterschwang gewonnen. Der Hang gilt als gut geeignet, am Zielstück geht es ohne flache Passagen stetig bergab. In der Disziplinwertung führt sie drei Rennen vor Schluss mit 600 Punkten vor der Slowenin Tina Maze (361) sowie ihren Landsfrauen Michaela Kirchgasser (334) und Kathrin Zettel (305). Maze gibt sich als Kämpferin, so lange es theoretisch möglich sei, glaube sie an ihre Chance.

Kirchgasser ließ den zweiten Riesentorlauf am Samstag in Ofterschwang wegen ihrer Erkältung aus, im Slalom will sich die Kranjska-Gora-Siegerin mit frischer Kraft noch einmal ordentlich in Szene setzen. "Ich hoffe, dass sie Kräfte sammelt und nach der Pause etwas fitter wird, damit sie noch einmal an die Leistungen anschließen kann, die sie schon gezeigt hat", meinte Obkircher. Auch Zettel sollte deutlich besser Abschneiden als im Riesentorlauf.