Erstellt am 18. Mai 2013, 20:32

Mattersburg besiegte Rekordmeister. Der SV Mattersburg hat am Samstag einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht und sich im Tabellenkeller mit einem 2:0 gegen Rapid zwei Runden vor dem Meisterschaftsende viel Luft verschafft.

APA12803220 - 18052013 - MATTERSBURG - …STERREICH: Patrick Buerger (Mattersburg), rechts jubelt mit Mannschaftskollegen während der Tipp3- Bundesliga - Begegnung zwischen SV Mattersburg und SK Rapid Wien am Samstag, 18. Mai 2013, in Mattersburg. APA-FOTO: HANS PUNZ  |  NOEN, HANS PUNZ (APA)
Die Mattersburger Elf von Trainer Franz Lederer bescherte dem Rekordmeister in der 34. Bundesliga-Runde durch Treffer von Bürger (53.) und Klemen (93.) eine 0:2-(0:0)-Auswärtsniederlage. Damit haben die Lederer-Schützlinge jetzt bereits fünf Punkte Vorsprung auf den letzten Platz und sind damit so gut wie gerettet.

SVM vor Pause mit zwei Stangenschüssen im Pech

Vor 9.400 Zuschauern war nicht einmal ansatzweise zu erkennen, welche Mannschaft gegen den Abstieg und welche Mannschaft um die Europa League spielte. Die Mattersburger starteten druckvoll und hatten mit zwei Aluminium-Treffern Pech: In der 3. Minute verlängerte Mörz einen Eckball von Lovin per Kopf zu Steiner, der aus kurzer Distanz nur die Latte traf. 14 Minuten später landete der Ball nach einem Kopfball von Höller neuerlich an der Latte.

Rapid ließ im Vergleich zu den jüngsten Partien jegliche Spielfreude vermissen und fand kein Mittel gegen die körperbetonte Spielweise der Mattersburger. Logische Folge war eine eklatante Harmlosigkeit vor dem Tor. In der 21. Minute ging ein Seitfallzieher von Boskovic weit über das Tor, in der 61. Minute drehte SVM-Goalie Borenitsch einen Boyd-Heber über die Latte. Ansonsten herrschte Flaute im Mattersburger Strafraum.

Bürger erlöste die Lederer-Elf, Klemen legte in Nachspielzeit nach

Die Gastgeber jedoch gingen in der 53. Minute verdient in Führung, als Bürger im Fallen nach Kopfball-Vorlage von Prietl traf, und hatten auch gute Gelegenheiten auf das 2:0. Novota musste bei Weitschüssen von Höller (59.) und Lovin (67.) sein ganzes Können aufbieten. Im Finish zog sich die Lederer-Truppe weit zurück, Rapid wusste mit dem vielen Ballbesitz aber bis zum Schluss nichts anzufangen und fing sich durch den eingewechselten Klemen (93.) sogar noch das zweite Gegentor ein.

Dadurch gelang den Burgenländern nach acht erfolglosen Versuchen wieder ein Sieg über Rapid, der Klassenerhalt kann nur noch theoretisch verpasst werden. Die Hütteldorfer hingegen müssen zumindest bis zur nächsten Runde am Mittwoch warten, ehe der Europa-League-Platz fixiert ist. Was aber für den Rekordmeister viel schwerer wiegt: In den jüngsten 16 Pflichtspielen gelangen nur zwei Siege.

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Stimmen zum Spiel

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Unser Gegner war der Rekordmeister, der um den Europacup spielt, und wir haben souverän 2:0 gewonnen. Ich bin sehr glücklich, der Sieg tut uns gut. Wir waren auch schon in den letzten Spielen immer ebenbürtig, jetzt haben wir endlich wieder drei Punkte gemacht. Es gibt noch sechs Punkte zu vergeben. Wir werden mit der gleichen Vehemenz in die letzten beiden Spiele gehen wie bisher."

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Das war ein schlechtes Spiel von uns, wir waren in allen Belangen unterlegen. Wir haben schlechte Technik und schlechtes Zweikampfverhalten gezeigt und keine Torchancen herausgespielt. Wir haben kein Mittel gegen Mattersburg gefunden. Als neutraler Zuschauer gesehen war es ein schlechtes Spiel beider Mannschaften, Mattersburg war aber zweikampfstärker und giftiger, darum haben sie auch verdient gewonnen. Jetzt spielen wir gegen die Admira, und da werden wir es besser machen."

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Spielstatistik:

Fußball-Bundesliga (34. Runde):
SV Mattersburg - SK Rapid Wien 2:0 (0:0)
Mattersburg, Pappelstadion, 9.400, SR Schüttengruber.
Tore: 1:0 (53.) Bürger, 2:0 (93.) Klemen
Mattersburg: Borenitsch - Farkas, Majstorovic, Steiner, Mravac - Höller (82. Klemen), Lovin, Prietl, Röcher (90. Potzmann) - Mörz - Bürger (85. Rodler)
Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Pichler (89. Grozurek), Katzer - Heikkinen, Kulovits (63. Schaub) - Burgstaller, Boskovic, Sabitzer - Boyd (77. Starkl)
Gelbe Karten: Mravac, Mörz bzw. Trimmel, Heikkinen, Pichler, Boskovic