Erstellt am 27. Oktober 2010, 00:00

Mattersburg besteigt den Anschlusszug. TIPP3 BUNDESLIGA / Der SVM hat wieder Tuchfühlung an das Mittelfeld und kann nun gegen Kapfenberg gleich nachlegen.

Auswärts-Spaß! Patrick Bürger war mit zwei Toren in Ried der Vater des 3-1-Erfolgs. Mit ihm freute sich auch der eingewechselte Thomas Salamon.APA  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Es war der 28. August 2010, an dem Mattersburg mit einem 1:0-Erfolg gegen Meister Salzburg erstmals Punkte in dieser Saison holte. Ab dieser sechsten Runde folgten zwar weder Zauberfußball, noch permanent kämpferische Sonderleistungen (zu klar waren die Heimniederlagen gegen Wiener Neustadt und gegen die Austria), zumindest aber erfingen sich die Burgenländer und punkteten regelmäßig(er).

Am Samstag sorgte Grün-Weiß nach dem erfolgreichen Vierpunkte-Doppel gegen den LASK in Ried sogar für ein positives Ausrufezeichen. „Vom taktischen Auftreten her waren wir sehr diszipliniert, auch die Effizienz war sehr hoch. Was die Mannschaft geleistet hat, war perfekt“, zog Trainer Franz Lederer einen zufriedenen Schlussstrich unter den 3:1-Sieg im Innviertel. Dort, wo sich der SVM bis auf wenige Ausnahmen stets schwer tat, klappte am Wochenende nicht nur die Chancenauswertung (Patrick Bürger empfahl sich per Freistoß und entscheidendem Kopfball-Nachsetzen wieder einmal, Ronny Spuller schloss eine Traum-Kontervorlage von Patrick Farkas souverän ab), auch das Defensivverhalten war einer guten Auswärtsmannschaft würdig.

SVM und Kapfenberg: zwei  Teams „auf einer Höhe“
Eine solche ist Kapfenberg, der nächste Gegner im Pappelstadion. Zwar ist die punktuelle Bilanz der Steirer in den besagten Runden seit dem ersten SVM-Sieg höchst dürftig, grundsätzlich präsentierten sich die Profis von Ex-Mattersburg-Trainer Werner Gregoritsch in der Ferne aber stark – siehe Rapid (2:3-Niederlage in der Nachspielzeit), siehe Salzburg (2:0-Erfolg). Darauf baut auch Gregoritsch im Vorfeld: „Auswärts müssen wir das Spiel nicht machen und können reagieren, das kommt uns zugute.“

Dass Mattersburg mit einem vollen Erfolg den KSV sogar überholen könnte, sehen jedenfalls beide Trainer als brisantes, hilfreiches Detail. Franz Lederer: „Wir könnten auf Platz acht vorstoßen, das wird die Spieler zusätzlich motivieren.“ Und sein Pendant ergänzt: „Uns motiviert es, dass wir vor Mattersburg bleiben können, wenn wir ungeschlagen nach Hause fahren.“ Die Chancen schätzt „Gregerl“ übrigens pari ein: „Der SVM, LASK und Kapfenberg sind Mannschaften auf einer Höhe. Wir haben in Mattersburg noch keinen Punkt geholt, das wollen wir ändern.“ Der steirische Respekt gilt vor allem der burgenländischen Offensivabteilung mit Patrick Bürger, Ilco Naumoski, aber auch Robert Waltner. Gregoritsch: „Die sind immer für Tore gut, auch wenn es mal nicht laufen sollte.“