Erstellt am 11. Mai 2016, 22:48

von Bernhard Fenz

Mattersburg bleibt erstklassig!. Bravo SV Mattersburg! Die Grün-Weißen haben es geschafft und eine Runde vor dem letzten Spieltag den Klassenerhalt fixiert.

 |  NOEN, APA

Einerseits verpasste Schlusslicht Grödig bei der 1:2-Niederlage gegen Meister Salzburg den nötigen Sieg, um ein Endspiel am Sonntag auswärts in Mattersburg zu erzwingen, andererseits – viel wichtiger - holten die Burgenländer mit einem 1:1 bei Sturm Graz auch aus eigener Kraft den notwendigen Punkt, um selbst  alles klarzumachen. 

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STURM GRAZ – MATTERSBURG 1:1. Somit ist das letzte Spiel am Sonntag daheim gegen Grödig nicht mehr von Belange, was den Abstiegskampf betrifft. Mattersburg liegt eine Runde vor Schluss sechs Punkte vor Grödig, das in die Erste Liga absteigen muss.

Zum Spiel. Eine Überraschung gab es auf Seiten des SV Mattersburg bereits bei der Aufstellung. Der nach wie vor fitte Tormanntrainer Markus Böcskör (33) ersetzte Zweiergoalie Thomas Borenitsch, der laut SVM aufgrund von Adduktorenproblemen passen musste, im Gehäuse. Am 15. Dezember 2012 stand der gebürtige Schachendorfer das letzte Mal im Tor der SVM-Profis, damals beim 0:7 auswärts in Salzburg. Nun war er wieder im Einsatz – und es sollte ein letztlich erfolgreicher Abend werden.

Vor der Pause konnten die Burgenländer die Partie offen halten und kamen bei einem Schuss von Markus Pink und einem Kopfball von Patrick Bürger vor das Tor von Sturm-Goalie Michael Esser. Auf der Gegenseite wurden die Steirer erst kurz vor der Pause gefährlich(er). Erst wehrte Böcskör einen Schuss von Tanju Kayhan zur Seite ab, Andreas Gruber war bereit, schob den Ball aber aus Abseitsposition ins Tor (35.). In der 39. Minute wurde Gruber dann gut ins Spiel gebracht, schloss auch ab, scheiterte jedoch an Böcskör – dessen abgewehrten Ball dann Malic wieder zum Goalie zurückspielte. Gewollt, oder nicht gewollt: In dieser Situation hatte Grün-Weiß Glück, dass der Schweizer Referee Schärer nicht auf Rückpass entschied.

Entschlossener SVM gleich nach der Pause

Und auch wenn in dieser einen Situation die Sache etwas glücklich für den SV Mattersburg ausging, so wirkte das Team von Ivo Vastic trotzdem entschlossen und präsent – je länger die Begegnung dauerte. Gleich nach Wiederbeginn scheiterte Patrick Bürger aus guter Freistoßposition an Esser, wenig später bediente Bürger dann Prietl, der sich den Ball sehr gut mitnahm und fast alles richtig machte – lediglich Essers Fuß verhinderte bei dieser Top-Gelegenheit die Gästeführung. Eine scharfe Flanke von Florian Templ (er kam für Markus Pink ins Spiel) verfehlte zudem Bürger in der Mitte knapp.

Sturm? Scheiterte zweimal in Form des eingewechselten Donis Avdijaj – erst an Böcskör, der das kurze Eck nicht aufmachte, später an Jano, der sich in seinen Schuss warf.

Turbulentes Finish mit Happy End für den SVM

Und während im Parallelspiel Salzburg für den SVM spielte und in Grödig mit 2:1 in Führung ging, wurde es in Graz noch einmal turbulent – zumindest, was die vermeintliche Nullnummer betraf. Erst traf Charalampos Lykogiannis nach einem Corner Höller per Kopf, von dem aus der Ball den Weg ins Tor zum 1:0 fand. Dann war es in der Nachspielzeit Nedeljko Malic, der einen Eckball von Jano (zuvor scheiterte Bürger bei einem Freistoß ganz knapp) zum vielumjubelten Ausgleich per Kopf ins Netz bugsierte.

Somit steht fest: Der SV Mattersburg bleibt auch weiterhin fixer Bestandteil der Tipico Bundesliga. 

STATISTIK

STURM GRAZ - MATTERSBURG 1:1 (0:0).-
Tor: 1:0 (79.) Lykogiannis, 1:1 (92.) Malic.
Gelb: Lykogiannis (40., Foul); Novak (78., Foul).
SR: Schärer.- Merkur-Arena, 7.326.
Sturm Graz: Esser; Lykogiannis, Avlonitis, Spendlhofer, Kayhan; Offenbacher, Kamavuaka; Gruber (54. Dobras), Horvath (54. Avdijaj), Schick; Edomwonyi.
Mattersburg: Böcskör; Höller, Malic, Mahrer, Novak; Prietl, Sprangler (76. Fran Sanchez) Jano, Röcher (80. Ertlthaler); Bürger, Pink (61. Templ).
 
STIMMEN
 
Patrick Bürger: „Wir haben nur auf uns geschaut und bis zur letzten Sekunde wie die Löwen gekämpft. Es hat auch wieder Spaß gemacht und es ist jetzt ein unglaubliches Gefühl. Ich glaube, ich habe Malic beim Tor hinten noch angeschoben, dass er ihn reintrifft. Der Druck war riesengroß, wir können wirklich stolz auf uns sein.“
 
Nedeljko Malic: „Ich bin beim Ausgleich instinktiv dort hingegangen und habe einfach schneller reagiert. Der Ball war auch sensationell angetreten, Kompliment an Jano, der diese Standardbälle hervorragend in die Mitte bringt. Wenn man weiß, was jedem von den Jungs der Verein bedeutet, ist dieser Punkt heute für alle erlösend – für die Spieler, die Betreuer, die Verantwortlichen.“

SVM-Trainer Ivo Vastic: „Ich habe immer an die Mannschaft geglaubt - wir haben Moral bewiesen.“
 
Manuel Prietl: „In den letzten Wochen war es schwierig. Es sind viele Emotionen hochgekommen, das war schon wichtig heute.“