Erstellt am 05. Oktober 2012, 17:20

Mattersburg empfängt Salzburger auf Erfolgswelle. SVM-Trainer Lederer spricht vom seit sieben Pflichtspielen ungeschlagenen Red-Bull-Team als "Muss-Meister". Seine Mannschaft fand nach dem 1:5 bei der Admira zuletzt wieder in die Spur.

 |  NOEN, Collage Bruckmüller

Der SV Mattersburg stellt sich am Samstag im heimischen Pappelstadion dem jüngsten Erfolgslauf von Doublegewinner Red Bull Salzburg entgegen. Die Bullen sind vor dem Gastspiel im Burgenland seit sieben Pflichtspielen ungeschlagen und verließen saisonübergreifend in 24 Runden nur einmal als Verlierer den Platz.

Kein Wunder also, dass Red-Bull-Trainer Roger Schmidt dem Auftritt beim SVM zuversichtlich entgegenblickt. "Wir sind in guter Verfassung, spielen guten Fußball und gewinnen enge Spiele. Wir fahren mit Optimismus nach Mattersburg, auch wenn wir wissen, dass es dort nicht einfach wird."

Der Deutsche rechnet gegen die Mattersburger mit einem harten Kampf. "Gegen die Austria haben sie ein offenes Spiel angeboten und waren auf Augenhöhe. Sie haben sicherlich ihre Qualitäten in der Zweikampfstärke, sind sehr robust. Aber für uns spielt das keine Rolle. Wir wollen dem Gegner ein intensives, dynamisches Spiel aufzwingen und haben nichts zu verschenken", betonte Schmidt.

Der 45-Jährige muss die Langzeitverletzten David Mendes, Dusan Svento, Alan und Stefan Hierländer sowie die noch nicht topfitten Rodnei und Bright Edomwonyi vorgeben, auf Christopher Dibon hingegen verzichtet er weiterhin aus freien Stücken.

Die jüngsten Kaderplanungen beim derzeitigen Tabellendritten lassen für Mattersburg-Coach Franz Lederer nur einen Schluss zu: "Die Salzburger sind der Muss-Meister, das wissen sie selbst auch. Sie sind nur noch im nationalen Geschäft unterwegs und haben sehr starke Leute nachgeholt."

Angesichts von zuletzt vier Runden ohne Sieg kommt dem SVM die Salzburger Star-Truppe möglicherweise gar nicht ungelegen. "Wir sind krasser Außenseiter und haben daher in so einem Match überhaupt nichts zu verlieren", sagte Lederer.

Der Ärger des Burgenländers über den desaströsen Auftritt seiner Truppe beim 1:5 vor zwei Wochen gegen die Admira ist nach dem 0:0 in Wiener Neustadt und dem Cup-Aufstieg gegen Bad Vöslau wieder verraucht. "Die Spieler haben eine ordentliche Reaktion gezeigt. Jetzt geht es wieder in die richtige Richtung."