Erstellt am 10. Mai 2013, 14:01

Mattersburg kämpft gegen "Un-Serie". Bei nach dem Cup-Aus müden Riedern will der SV Mattersburg am Samstag versuchen, seine Auswärtsserie von 13 Partien ohne vollen Erfolg beenden.

 |  NOEN, Collage Bruckmüller
Drei Tage nach dem bitteren Halbfinal-Aus gegen die Wiener Austria müssen die Gastgeber aus dem Innviertel am Samstag (18.30 Uhr) in der Keine-Sorgen-Arena aber selbst reüssieren, um die Chance auf eine Europacup-Teilnahme über die Fußball-Bundesliga nicht aus den Augen zu verlieren. Die Mattersburger wollen den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Die zuletzt in der Meisterschaft und im Cup von der Austria besiegten Rieder haben ihre Siegesserie im eigenen Stadion zu verteidigen, gab es doch zuletzt dreimal drei Punkte. Auch im letzten direkten Heimduell mit Mattersburg gab es einen vollen Erfolg und der war mit 6:1 beeindruckend. "Das ist aber schon lange aus", wollte Coach Michael Angerschmid den Kantersieg am 10. November 2012 nicht überbewerten.

Der SVM kehrte zuletzt mit dem Heim-3:1 gegen den WAC auf die Erfolgsstraße zurück und schaffte gleich den Sprung von Rang zehn auf sieben. "Wenn du gewinnst, ist immer alles entspannter", meinte Trainer Franz Lederer. Ausruhen dürfe man sich auf dem Erfolg aber nicht. "Es war nur ein Schritt in die richtige Richtung, wir müssen diese Richtung jetzt beibehalten", forderte der 49-Jährige.

Lederer: "Wir schauen nur auf uns"

Seine Truppe, der neben den Langzeitverletzten auch die gesperrten Bürger und Röcher fehlen, hat nur einen Drei-Punkte-Polster auf das Schlusslicht FC Admira Wacker Mödling. "Wir haben es selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu schaffen, schauen daher nur auf uns", betonte Lederer.

Um aus dem Innviertel etwas mitzunehmen, müssen die Mattersburger ihre Auswärtsschwäche überwinden. Das schwächste Auswärtsteam der Liga ist in der Fremde seit 13 Partien sieglos, in der Keine-Sorgen-Arena gab es seit dem 3:1 am 23. Oktober 2010 in vier Partien keinen Erfolg mehr.

"Es ist für jede Mannschaft in Österreich schwer, dort zu bestehen. Ried hat eine hohe taktische Disziplin", rechnete Lederer mit starker Gegenwehr. Mit einem aufgrund des Cup-Auftritts geschwächten Gegner dürfe man nicht spekulieren. "Wer so etwas glaubt, wird auf dem falschen Dampfer sein", betonte Lederer. Das Cup-Aus der Rieder kam den Mattersburgern jedenfalls gar nicht gelegen. "Sie wissen jetzt auch, dass sie ihre Sache (Anm.: im Kampf um die Europa-League-Qualifikations-Plätze) über die Meisterschaft durchziehen müssen", war sich Lederer bewusst.

Die Gesamtbilanz im direkten Duell lässt eine ausgeglichene Partie erwarten, haben doch beide Teams je 11 Siege, 9 Unentschieden und 11 Niederlagen eingefahren.