Erstellt am 22. Februar 2012, 00:00

Mattersburg kommt der Leichtigkeit näher. TIPP3 BUNDESLIGA / Das 4:1 gegen Ried lässt hoffen, dass der SVM durchstartet. Noch ist es nicht mehr als ein banaler Sieg.

Spaß bei der Arbeit. Die Mattersburger Profis nach dem Schlusspfiff gegen Ried – Marvin Potzmann (l.) lachte sich ins Fäustchen, Trainer Franz Lederer hatte seinen Spaß beim Abklatschen und auch der Rest (Patrick Bürger, Patrick Farkas, Christian Gartner, Ronny Spuller und Manuel Seidl, v.l.) machte gute Miene zum guten Spiel – Bundesligaspiele sind wieder ein Theater.BERNHARD FENZ  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Wie viele gute Partien braucht es eigentlich, bis sich eine Fußball-Mannschaft die „Leichtigkeit des Seins“ erspielen kann?

Reicht ein einziges sportliches Ausrufezeichen, wenn einmal so richtig der Knopf aufgeht, wie das beim SVM am Samstag gegen Ried der Fall war? Trainer Franz Lederer sagt Nein: „Ein gutes oder sehr gutes Spiel ist dafür sicher zu wenig. Andererseits bietet sich für uns jetzt in jeder Partie eine Gelegenheit, genau dort anzuknüpfen, wo wir am Samstag aufgehört haben.“

Schließlich wollen sich auch die Burgenländer in den Automatismus katapultieren, der die Punkte endlich wieder zum regelmäßigen Sprudeln bringt. Eine Serie wäre das zu erreichende Optimum, keine neue Unserie das Minimalziel. Lederer bewertet in diesem Zusammenhang die Leistungskurve seiner Truppe durchaus positiv: „Die Phasen, in denen wir uns schlecht präsentieren, werden kürzer und weniger.“

Hinzu kommt, dass durch einen 4:1-Heimsieg auch eine breite Öffentlichkeit das Potenzial greifbarer werten kann, wie Torschütze Alois Höller (22) festhält: „Man hat schon gesehen, was wir können und dass wir spielerisch nicht zu schwach sind – wie uns das manchmal von außen vorgeworfen wird.“

Imponiert hat Lederer  die „Uneigennützigkeit“

Ein gutes Spiel und eine mannschaftlich geschlossene Leistung sind zwei höchst zufriedenstellende Faktoren des Samstags. Imponiert hat Lederer aber eines: „Die Uneigennützigkeit. Zwei Beispiele: Patrick Bürger hat die Chance auf die Führung in der Bundesliga-Schützenliste und spielt aber beim 4:1 in aussichtsreicher Position ab, um ein Tor zu ermöglichen. Ilco Naumoski ist am Ball einer der Besten, sichert aber erst ab, steckt die Kugel dann zum besser postierten Spieler durch – und ist damit zufrieden.“

Die Folge waren unter anderem vier verschiedene Torschützen – gut für die Breite. „Im Herbst wurden wir schon ziemlich auf Bürger und Naumoski reduziert.“

Am Samstag gastieren die Burgenländer bei der Admira unter Ex-SVM-Profi Didi Kühbauer. Lederers zuversichtliche Erwartungshaltung: „Wir werden uns auf die dortigen Gegebenheiten einstellen und wollen natürlich punkten. Der Biss und der Wille sind ganz sicher vorhanden, damit wir uns nun noch weiter verbessern.“ Kapitän Michi Mörz hat seine Gelb-Sperre abgesessen.