Erstellt am 22. Februar 2013, 15:22

Mattersburg muss zu Schlusslicht Wacker. In Innsbruck darf der SVM laut Trainer Franz Lederer nicht daran denken, dass "wir hier locker punkten werden": Wacker steht mit dem Rücken zur Wand, beim letzten Auftritt in Tirol setzte es für die Burgenländer ein 1:2.

 |  NOEN, Collage Bruckmüller
Mit dem Duell von Wacker Innsbruck mit dem SV Mattersburg steht in der Fußball-Bundesliga am Samstag (16.00 Uhr) der Vergleich des schlechtesten Heim- mit der schwächsten Auswärtsmannschaft an. Das Schlusslicht aus Tirol ist dringend auf Punkte angewiesen, könnte mit einem Heimerfolg am Tivoli aber ein Zeichen setzen.

Wacker würde die "Rote Laterne" für zumindest wenige Stunden an die im Anschluss bei der Austria gastierende Admira abgeben. Gleichzeitig wären auch die derzeit siebentplatzierten Mattersburger bei aktuell sechs Zählern Vorsprung wieder in Reichweite. Dies wollen die Burgenländer natürlich unter allen Umständen verhindern.

Die Leistungen zum Frühjahresauftakt machen Wacker wenig Mut. Während Mattersburg zu Hause gegen Sturm Graz (0:0) einen Punkt eroberte, gingen die Innsbrucker trotz 60-minütiger nummerischer Überlegenheit in Ried 0:3 unter. "Im Abstiegskampf muss man sich anders verhalten. Aber das haben die Spieler jetzt kapiert", hoffte Wacker-Trainer Roland Kirchler auf den Lerneffekt.

Auf das Schlusslicht warten immerhin richtungsweisende Partien. Nach dem Spiel gegen Mattersburg geht es am Mittwoch erneut zu Hause gegen den Achten Wiener Neustadt. "Wir stehen unter Druck, das müssen die Spieler auch aushalten. Wir müssen auch einmal gegen direkten Gegner im Abstiegskampf gewinnen, da muss Zählbares her", erklärte Kirchler, der auf die Rückkehr des zuletzt gesperrten Routiniers Tomas Abraham setzt.

Bei Mattersburg fehlt neben den Langzeitverletzten Lukas Rath, Dominik Doleschal und Nedeljko Malic auch der gesperrte Alois Höller. Die Burgenländer zeigten auswärts in dieser Saison wieder ihr harmloses Gesicht. Aktuell halten sie bei einem Sieg, zwei Remis und sieben Niederlagen. Seit dem 1:0 beim WAC am 18. August hat der SVM in sieben Auswärtsspielen auch nur drei Tore erzielt.

"Die Innsbrucker stehen praktisch mit dem Rücken zur Wand und werden sicherlich alles geben. Kein Einziger darf nur annähernd daran denken, dass wir hier locker punkten werden. Es wird ein ganz schwieriges Spiel", erklärte Trainer Franz Lederer.