Erstellt am 16. Februar 2013, 21:55

Mattersburg stellt Sturm Graz ein Bein. Die Elf von Franz Lederer erkämpft zum Auftakt der Frühjahrssaison zuhause ein 0:0 gegen Sturm Graz.

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Bei den Mattersburgern fehlten die Innenverteidiger Rodler und Pöllhuber gesperrt, daher debütierte Neuzugang Ivica Majstorovic. Langzeittrainer Franz Lederer formierte mit Seidl, Gartner, Prietl und Farkas außerdem das Mittelfeld neu. Sein Team hatte in der Anfangsphase mehr vom Spiel, klare Torchancen waren aber ebenso Mangelware.

Die Grazer mussten sich in einem mäßigen Spiel im Burgenland mit einem torlosen Remis begnügen. Dem Tabellenvierten fehlen damit vor dem Wiener Derby am Sonntag zwölf Punkte auf Tabellenführer Austria und deren zwei auf den Dritten Rapid.
 
Den Grazern war das Fehlen der gesperrten Mittelfeldspieler Florian und Tobias Kainz anzumerken. Nach vorne gelang dem Team von Trainer Peter Hyballa vor der Pause wenig bis gar nichts. Erst durch das Comeback von Jürgen Säumel, der wegen hartnäckiger Adduktorenprobleme seit Ende Juli kein Ligaspiel absolviert hatte, gewann das Sturm-Spiel in Hälfte zwei an Stabilität.
 
Aufregung in Minute 11 als erstes Highlight
Erster Aufreger war ein Foul von Sturm-Verteidiger Vujadinovic an Patrick Bürger knapp außerhalb des Strafraums (11.). Nach einer Hereingabe von Farkas offenbarte Johannes Focher, im Sturm-Tor auch im Frühjahr die Nummer eins vor Christian Gratzei, eine leichte Unsicherheit (15.). Bei der besten Gelegenheit vor der Pause brachte der nach Zuspiel von Gartner enteilte Farkas, bedrängt von Leonhard Kaufmann, den Ball nicht im Tor unter (37.).
 
Nach Seitenwechsel und einem Doppeltausch - neben Säumel kam auch Andreas Hölzl - übernahm Sturm das Kommando. Ein erster Warnschuss von Solostürmer Rubin Okotie strich knapp am langen Eck vorbei (55.). Ein weiterer von Kapitän Manuel Weber ging ebenso knapp über das Tor (62.) wie ein direkter Freistoß von Michael Madl (80.). Den Matchball ließ im Finish auf der Gegenseite Bürger aus (84.).
 
Sturm hat damit in drei Spielen gegen Mattersburg in dieser Saison erst zwei Punkte geholt. Einem 3:1-Heimsieg der Burgenländer folgte im Oktober ein 0:0 in Graz. Die Mattersburger rückten bei zwei Spielen mehr als Aufsteiger WAC vorerst auf Rang sechs vor. Unmittelbar vor der Winterpause hatte der SVM noch ein 0:7-Debakel in Salzburg kassiert.

Teil 2: Stimmen zum Spiel

Stimmen zum Spiel

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "In der ersten Hälfte war es ein bärenstarker Auftritt meiner Mannschaft. Durch den Doppeltausch von Sturm hat man auch gesehen, dass ihnen bis dahin nicht viel eingefallen ist. Dem Publikum ist ein hochinteressantes 0:0 geboten worden. Den Punkt sehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir haben das gebracht, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben aber aus den wenigen Möglichkeiten kein Tor gemacht."
 
Patrick Bürger (Mattersburg-Stürmer): "Die ersten 30 Minuten kann man fast nicht besser spielen, wir haben das aber nicht 90 Minuten durchgehalten. Wir hätten die Partie gewinnen können. Wir müssen weiter hart arbeiten, dieser Punkt ist aber ein Schritt in die richtige Richtung."
 
Peter Hyballa (Sturm-Trainer): "In der ersten Hälfte war Mattersburg wesentlich giftiger und spritziger. Daher habe ich zur Pause auch gewechselt. In der zweiten Hälfte haben wir uns eingearbeitet, da war es spielerisch und kämpferisch besser. Säumel war der beste Spieler der Mannschaft, er war der Chef im Mittelfeld. Wir müssen noch viel besser im Strafraum sein. Man muss in Summe über 90 Minuten anders auftreten."
 
Rubin Okotie (Sturm-Stürmer): "Die erste Hälfte war katastrophal von uns, extrem schlecht. Die zweite Hälfte war etwas besser, aber insgesamt ist es sehr enttäuschend für uns. Wir haben uns vorgenommen, offensiv zu spielen. Das ist uns gar nicht gelungen."