Erstellt am 05. März 2011, 18:52

Mattersburg unterliegt Salzburg. Die Burgenländer mussten sich zum Auftakt der 24. Fußball-Bundesliga-Runde auswärts gegen Salzburg 0:2 (0:0) geschlagen geben. Der Titelverteidiger siegte nach sehr schwacher erster Spielhälfte durch Treffer von Cziommer (49.) und Svento (57.) am Ende doch noch souverän.

Mit dem zweiten Dreipunkter in Folge hielten die Salzburger Kontakt zur Tabellenspitze, die Mattersburger sind weiter Vorletzter.

Mit dem Selbstvertrauen des 1:0-Sieges gegen Rapid traten die Burgenländer auch in Salzburg mit breiter Brust auf. Die Anfangsphase gehörte den Gästen, Salzburg-Schlussmann Gustafsson hatte bei seinem ersten Heimmatch seit 14. April 2010 deutlich mehr zu tun als erwartet. In der 6. Minute lief Mattersburg-Kapitän Mörz mutterseelenallein aufs Salzburger Tor zu, nach einem holprigen Haken gegen Gustafsson scheiterte er aber am mittlerweile auf der Torlinie postierten Schiemer.

Salzburg, das auf den am Knie leicht lädierten Jantscher verzichten musste, brauchte rund 20 Minuten, um erstmals halbwegs Ordnung ins Spiel zu bringen. Alan traf ins Mattersburger Gehäuse, sein Tor wurde jedoch - zu Unrecht - wegen Abseits aberkannt (23.). Wenige Augenblicke davor hatte Höller im Strafraum Svento attackiert, Referee Harkam ließ jedoch weiterspielen.

Ansonsten blieben die Bemühungen des haushohen Favoriten ideenlos und enttäuschend. Bei der Stevens-Truppe fehlten auch Laufbereitschaft und Bewegung, die etwas mehr als 6.000 Fans verabschiedeten die Akteure daher mit einem Pfeifkonzert in die Pause.

Eine Standardsituation brachte für die Salzburger die Erlösung. Ein Freistoß von Cziommer aus 20 Metern landete von der Mattersburger Mauer abgefälscht unglücklich für SVM-Schlussmann Borenitsch im rechten Toreck (49.). Damit war der Bann gebrochen, acht Minuten später sorgte Svento mit dem 2:0 (57.) für die Entscheidung. Alan setzte sich gegen Malic durch und legte für den Slowaken auf, der elegant mit dem linken Außenrist vollendete.

Mattersburg war nach der Pause mit Ausnahme von Weitschüssen von Bürger (73.) und Seidl (81.) offensiv kaum vorhanden. Nach den Pflichtsiegen gegen Kapfenberg und Mattersburg warten auf die Salzburger nun auswärts gegen Ried (12.3.) und daheim gegen die Austria (20.3.) zwei richtungsweisende Begegnungen.

Mattersburg-Kapitän Michael Mörz nach dem Spiel: "Ich habe bei meiner Chance zunächst geglaubt, dass ich im Abseits stehe. Leider habe ich das Tor nicht gemacht, sonst hätte es natürlich anders ausgehen können. Ist es aber nicht. Vor der Pause haben wir die Salzburger teilweise an die Wand gespielt. Zur Zeit muss ich auf mein Tor warten, das tut weh. Aber irgendwann werde ich wieder eines machen."

Trainer Franz Lederer: "In der ersten Spielhälfte war Salzburg nirgends. Die hundertprozentige Chance von Mörz müssen wir einfach verwerten. Wir haben letztendlich gegen eine sehr schlechte Salzburger Mannschaft aufgrund unserer Naivität verloren."