Erstellt am 08. April 2012, 17:59

Mattersburg unterliegt Sturm 0:2. Sturm Graz hat am Sonntag zum Abschluss der 29. Fußball-Bundesliga-Runde einen verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg in Mattersburg gefeiert.

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Für den Meister war es der erste Liga-Auswärtserfolg seit dem 2:1 am 22. Mai 2011 in Wiener Neustadt. Die Treffer gegen die Burgenländer, gegen die Sturm mittlerweile 21 Partien unbesiegt ist, erzielten Okotie (45.) aus Abseitsposition und Bodul (51.).

Sturm wahrte mit dem Sieg die Chance auf einen Europacup-Startplatz, als Fünfter weist man drei Punkte Rückstand auf die drittplatzierte Austria auf. Die Mattersburger bleiben auf Platz acht.

Sturm wollte gegen seinen Lieblingsgegner unbedingt die schwarze Auswärtsserie beenden. Und nach 13 Minuten hätte es nach einem Treffer von Okotie eigentlich 1:0 für die Grazer heißen müssen. Doch Referee Hameter legte einen vorangegangenen Zusammenprall zwischen Mattersburg-Tormann Borenitsch und seinem Mitspieler Malic als Foul des eigentlich unbeteiligten Okotie aus.

Sturm hatte in der schwachen Partie bei starkem Wind leichte spielerische Vorteile. Die Führung gelang Sekunden vor dem Pausenpfiff durch einen irregulären Treffer. Nach Bukva-Pass verlängerte Bodul mit der Brust und der im Abseits stehende Okotie schoss souverän flach ins rechte Eck ein (45.).

Assistent Trunner übersah die Abseitsstellung des 24-Jährigen, der sich nach einem Eigentor gegen Wiener Neustadt über seinen ersten richtigen Treffer für Sturm freute. Die trotz Heimvorteil sehr defensiv agierenden Matterburger tauchten vor der Pause kein einziges Mal richtig gefährlich im Sturm-Strafraum auf, ein Kopfball von Malic (18.) war der Höhepunkt der bescheidenen Bemühungen.

Ein herrlicher Treffer von Bodul brachte Sturm dann endgültig auf die Siegerstraße. Der wuchtige Schuss des 23-Jährigen vom linken Strafraumeck landete genau im rechten Kreuzeck (51.). Erst dann wurden die Hausherren, die ohne den gesperrten Naumoski auskommen mussten, etwas aktiver.

Der eingewechselte Röcher schoss aber aus kurzer Distanz übers Sturm-Tor (52.), die Grazer gerieten im Finish gegen die ideenlosen Mattersburger nicht mehr ins Wanken. Stattdessen hätte es nach Trikotziehen von Parlov gegen Okotie noch Elfer für die Gäste geben können (80.). Mattersburg wartet damit weiter seit 9. Dezember 2006 auf einen vollen Erfolg gegen Sturm.

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Wir haben leider ein Spiel abgeliefert, das an den Frühherbst erinnerte. So will ich meine Mannschaft nicht sehen. Wir waren emotionslos, haben Sturm phasenweise nur zugeschaut und nur reagiert. Die letzte Courage und Direktheit haben gefehlt. Da muss man auch einmal sein Herz in die Hand nehmen. Wir haben es in keiner Phase geschafft, Sturm unter Druck zu setzen. Dass sich der Schiedsrichter unserer Leistung angepasst hat, gehört dazu."

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Ich freue mich riesig für die Mannschaft, dass das leidige Thema Auswärtsfluch endlich abgeschlossen ist. Es war ein verdienter Sieg, wir hatten deutlich mehr Torchancen. Beim 1:0 ist allerdings Rubin (Okotie, Anm.) klar und deutlich im Abseits gestanden. Nach dem 2:0 haben wir es verabsäumt, die Räume auszunützen, da wäre mehr möglich gewesen. Wir waren nicht so ballsicher und torgefährlich wie in den vergangenen Spieler, aber dafür effizient. Es war ein immens wichtiges Spiel. Denn nach den Siegen unserer Konkurrenten um die Europacup-Plätze war es wichtig, dass wir nachlegen."