Erstellt am 19. März 2012, 12:49

Mattersburg will auch Austria ärgern. Die Wiener Austria bekommt es am Dienstag zum Auftakt der 26. Fußball-Bundesliga-Runde im Pappelstadion mit dem Vorletzten SV Mattersburg zu tun.

Die Wiener Austria hat sich im Frühjahr gegen die vermeintlich schwächeren Gegner bisher sehr schwer getan. Nach der 0:1-Heimpleite gegen Schlusslicht Kapfenberg und dem mageren 0:0 zuletzt am Samstag in Wiener Neustadt treffen die Schützlinge von Chefcoach Ivica Vastic nun auf den SV Mattersburg.

Von der Papierform darf man sich eine interessante Partie erwarten, zählen die beiden Teams doch zu den besten Mannschaften im Frühjahr. Die Wiener haben genauso wie Tabellenführer Salzburg elf Punkte geholt, die Burgenländer folgen gleich dahinter mit zehn Zählern. Mit ein Grund warum für Vastic seine Truppe nicht als klarer Favorit ins Rennen geht. "Die Liga ist extrem ausgeglichen, man kann nirgends Punkte fix einplanen. Es gibt keine schwächeren Gegner. Die Spieler müssen jedes Spiel ans Limit gehen und sich alles hart erarbeiten", erklärte der Austria-Trainer.

Vastic hat die letzten beiden Auftritte der Burgenländer studiert und dabei einen starken Gegner zu Gesicht bekommen. "Gegen Innsbruck haben sie zwar 0:1 verloren, waren aber klar überlegen und hätten deutlich gewinnen können", erinnerte der Austria-Coach an das letzte Heimspiel der Burgenländer.

Mit einem rein destruktiven Gegner werde man es nicht zu tun bekommen. "Mattersburg spielt zu Hause auch offensiv, steht nicht nur hinten drinnen", sagte Vastic. "Sie spielen einen sehr guten Fußball, sind sehr gut organisiert und dynamisch. Und sie haben eine große Mannschaft, von daher sind sie auch gefährlich", ergänzte der 42-Jährige.

Die Wiener (39 Punkte) haben jedenfalls die Chance, mit drei Punkten die Tabellenführung für einen Tag zu übernehmen und den Druck auf die direkten Konkurrenten Salzburg (41/gegen Wiener Neustadt) und Rapid (39/gegen Kapfenberg), die erst am Mittwoch im Einsatz sind, zu erhöhen. Für Vastic ist seine Truppe ganz gut unterwegs. "Wir sind auf der Erfolgsstraße. Solche Unentschieden gegen einen Gegner, der lange zu Hause nicht mehr verloren hat, können passieren. Jetzt gibt es die nächste Möglichkeit drei Punkte zu holen", sagte der Austria-Coach.

Bei den Wienern dürfte der zuletzt angeschlagene Markus Suttner links in die Viererkette zurückkehren. Über einen möglichen Einsatz von Florian Mader trotz Nasenbeinbruchs wurde erst nach dem Montag-Abschlusstraining entschieden. Bei den Mattersburgern rückt Adnan Mravac nach seiner Sperre wieder in die Innenverteidigung.

Der 29-Jährige soll mithelfen, dass nach Rapid auch der zweite Wiener Großclub im Frühjahr ohne Sieg aus dem Duell mit den Burgenländern hervorgeht. "Wir wollen gleich den nächsten Wiener Großclub ärgern und zumindest einen Punkt mitnehmen", gab Coach Franz Lederer die Marschroute vor. Die Rollen sind für den Mattersburg-Trainer im Aufeinandertreffen des Neunten mit dem Dritten klar verteilt. "Die Austria muss gewinnen, ein Punkt in Mattersburg ist für sie sicher zu wenig", ist Lederer überzeugt.

Von seiner Mannschaft forderte der längstdienende Bundesliga-Trainer ein ähnliches Auftreten wie in der zweiten Hälfte gegen Rapid (1:1). "Wir müssen einfach schauen, unsere Qualitäten auf den Platz zu bringen", meinte Lederer. Die Burgenländer können dank eines Zehn-Punkte-Vorsprungs auf Schlusslicht Kapfenberg ohne große Sorgen ins Spiel gehen. Die Statistik spricht gegen die Hausherren, die nur eines der jüngsten 18 Spiele gegen die Austria gewonnen haben. Zu hoffen ist auf eine ähnlich packende Partie wie am 18. September 2011, als es im ersten direkten Saisonduell im Pappelstadion einen 4:2-Sieg der Wiener gegeben hatte.