Erstellt am 22. Mai 2013, 00:00

Mattersburger haben wieder eine Gaudi. Tipp3 Bundesliga / Der Heimsieg gegen Rapid ebnete den Weg zum Klassenerhalt. Beim SVM kann man sportlich wieder lachen.

Leicht lachen: Ado Mravac (l.) hatte nach dem 2:0 gegen Rapid an der Seite von Florin Lovin seinen Spaß. Kein Wunder: Der Erfolg gegen die Hütteldorfer war gleichbedeutend mit einer Vorentscheidung im Abstiegskampf. Nach dem Spiel bei der Austria (gestern, Mittwoch, nach Redaktionsschluss) ist am Sonntag zum Saisonabschluss die Admira zu Gast im Pappelstadion. Da ist auch Mravac wieder dabei, er war in der Generali-Arena gelbgesperrt. Michael Weller  |  NOEN
Von Bernhard Fenz

Rapid. Da war doch was, nicht nur das umjubelte 2:0 am Samstag. Dieser Erfolg war eigentlich die späte Revanche für eine Pleite mit Folgen, einen Knackpunkt – wie sich später erweisen sollte. Rückblende: Nach sechs Runden stürzte Mattersburg mit starken 12 Punkten wegen einer lausigen Niederlage in ein sportliches Tal der Tränen. Jetzt, im Nachhinein betrachtet, war die 0:3-Schlappe in Hütteldorf am 2. September der Anfang eines letztlich schwachen Herbstes.

Ob Rapid der Knackpunkt war, oder das 2:4 danach gegen die Austria (oder das 1:5 danach bei Admira …), sei dahingestellt. Fakt ist, dass die Burgenländer in den akuten Abstiegskampf plumpsten. Schnee von gestern. In den letzten drei Runden konnten sie kontinuierlich punkten – erst daheim gegen den WAC (3:1), dann in Ried (1:1) und am Samstag wieder im Pappelstadion gegen Rapid (2:0). Also sieht es wieder besser aus. Grund? Auch hier scheint ein einmaliges Erlebnis der Schlüssel zu den Folgeleistungen zu sein. „Der Knackpunkt war das 3:1 gegen den WAC mit dem Traumstart. Das hat der Truppe wieder das nötige Vertrauen gegeben“, war Trainer Franz Lederer nach den letzten Erfolgen erleichtert.

Denn endlich waren auch wieder die Ergebnisse in Ordnung. „Es ist ja nicht so, dass wir davor nur schlecht gespielt haben. Es haben aber die Punkte gefehlt, etwa beim 1:2 gegen Salzburg oder beim 2:2 in Graz gegen Sturm.“ Wenn man also will, kann man die aktuellsten Ergebnisse als Produkt eines nicht so schlechten Frühjahrs deuten. Lederer: „Das war schon weit besser als der Verlauf im Herbst, wir haben uns ganz anders präsentiert.“

Gegen Admira um den bleibenden Eindruck 

Nach dem gestrigen Spiel bei der Austria (Anpfiff nach Redaktionsschluss) geht es für den SVM am Sonntag gegen die von Mattersburg-Legende Didi Kühbauer betreute Admira um einen guten Saisonabschluss. Zwei Heimsiege in Folge gab es schon, nun wäre ein weiterer Dreipunkter, wie Lederer klarstellt, eine schöne Sache: „Der letzte Eindruck ist der bleibendste.“ Am Personalsektor hat Adnan Mravac seine Gelbsperre (neunte Verwarnung) gegen die Austria abgesessen und kehrt zurück.