Erstellt am 02. Oktober 2013, 09:00

Mattersburgs Gipfel ist die Hohe Warte. Erste Liga | SVM-Trainer Alfred Tatar formuliert vor dem Vienna-Match bewusst zugespitzt: „Ein entscheidendes Schlüsselspiel.“

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Von Bernhard Fenz

Kann man sich nach einem 0:1 in St. Pölten einen Positivschub einreden? Mattersburgs Chefcoach Alfred Tatar macht das nicht, sagt aber auf Nachfrage sehr wohl, dass die Defensivleistung gut war. Wer es vergessen haben sollte: In den Auswärtsspielen davor mutierte die grün-weiße Abwehr zu oft zum löchrigen Schweizer Käse.

SVM nach St. Pölten-Pleite vor Schlüsselspiel

Diesmal musste erst ein Tausendguldenschuss von Andi Dober her, um St. Pölten den 1:0-Sieg zu bescheren – ändert aber nichts daran, dass die Burgenländer in der Ferne wieder ohne Punkt dastehen. Und dass auf der Gegenseite zu wenig Mattersburger Gefahr aufkam, um die in sieben Spielen am Stück besiegten Niederösterreicher zu biegen. Niemand hat dem SVM verboten, aktiver zu agieren.

Jetzt wartet die Vienna. Auswärts auf der Hohen Warte in Wien steht der Bundesliga-Absteiger unter Siegzwang. Tatar selbst ist es, der ohne Wenn und Aber ganz klare Worte findet. „Man muss das so zugespitzt formulieren: Für uns ist die Freitags-Partie gegen die Vienna jetzt ein entscheidendes Schlüsselspiel in dieser Saison. Alle Beteiligten müssen und werden sich dessen bewusst sein.“

Keine Lust mehr auf den alten Kaugummi

Wie die Döblinger geknackt werden sollen, wollte Tatar zu Wochenbeginn noch nicht verraten. „Weder will ich jetzt Prognosen über den Spielverlauf abgeben, noch will ich im Detail auf die personelle Situation eingehen. Wir müssen gewinnen, nur das zählt.“

Nachsatz: „Wie oft wollen wir den Kaugummi noch kauen?“ Sicher nicht dabei sein wird Lukas Rath aufgrund seiner fünften Gelben Karte. Dass Manuel Seidl (Bluterguss im Knie) wieder zurückkehrt, ist möglich – zu Wochenbeginn trainierte der Kirchschlager bereits normal –, aber eben noch nicht ganz fix.

Parndorf will jetzt ein bissl mehr Erfolg

Am Tabellenende hat Parndorf mit dem 1:1 gegen Kapfenberg zumindest die Serie von sechs Pleiten in Folge gebrochen. Trainer Paul Hafner: „Wir haben ein bissl Erfolg gehabt. Jetzt wollen wir mehr.“ Gegner Liefering ist zwar höchst spielstark, könnte sich aber auf dem unruhigen Untergrund im Heidebodenstadion schwer tun – wenn denn auch die Gastgeber parallel dagegenhalten.

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Der Chefcoach drückt das so aus: „Unsere Zuschauer müssen spüren, dass die Mannschaft von der ersten Minute an den Willen zum Sieg entwickelt. Es ist etwas möglich.“

Markic: „Nicht so schlecht, wie die Tabelle uns darstellt“

Schon gegen Kapfenberg traf der Aufsteiger durch Marjan Markic zweimal nur die Stange, die Steirer wiederum vergaben ebenfalls gute Gelegenheiten. So gesehen war Hafner mit der Leistung „sehr zufrieden, das Ergebnis hätte natürlich noch besser sein können. Andererseits konnten wir punkten, das war zuletzt nicht der Fall – etwa bei der Vienna, trotz Riesenchancen.“

Und auch Marjan Markic zeigt sich vor dem Duell gegen den Red-Bull-Werksklub zuversichtlich: „Jetzt haben wir einmal den Negativlauf gestoppt. Außerdem sind wir nicht so schlecht, wie die Tabelle das darstellt. Ich bin guter Dinge, dass wir am Freitag etwas schaffen können.“