Erstellt am 25. Mai 2011, 12:10

Melzer mit guter Auslosung, aber lädiertem Rücken. Nach der Nummer 139 folgt am Donnerstag die Nummer 111. Jürgen Melzer trifft auch in der zweiten Runde der French Open mit dem Tschechen Lukas Rosol auf einen Qualifikanten.

Nach der Nummer 139 folgt am Donnerstag die Nummer 111. Jürgen Melzer trifft auch in der zweiten Runde der French Open mit dem Tschechen Lukas Rosol auf einen Qualifikanten. Der seit Sonntag 30-jährige Niederösterreicher kann sich über seine Auslosung ein Jahr nach seinem Sensations-Halbfinale in Paris nicht beklagen. Nachdenklich macht ihn aber weiterhin sein lädierter Rücken.

Melzers Absage für den Doppelbewerb war richtig. Denn auch im dritten Satz im ersten Match gegen Andreas Beck hat Melzer wieder Schmerzen bekommen, auch wenn sie ertragbar waren. Normalerweise wäre Melzer am Mittwoch im Doppel-Einsatz gewesen, so wollte er maximal eine halbe Stunde ein leichtes Schlagtraining absolvieren. Der Rest sind Therapien, Massagen und volle Konzentration darauf, den Körper fit zu bekommen.

Seinen nächsten Gegner Rosol kennt Melzer nur aus der Liga. Aber als Nummer 8 der Welt muss sich Melzer ohnehin vor niemandem fürchten. "Er serviert stark und ist ein klassischer Tscheche. Er nimmt die Bälle sehr früh", weiß das ÖTV-Ass.

Melzer freute sich, dass mit Andreas Haider-Maurer ein zweiter Österreicher weitergekommen ist. "Das ist für das österreichische Tennis sehr wichtig." Haider-Maurers nächster Gegner ist der als Nummer 21 gesetzte Ukrainer Alexander Dolgopolow. "Das wird sicher schwierig, aber er hat unter diesen Bedingungen hier sehr gute Chancen, gut zu spielen."

Der Weltranglisten-88. aus dem Waldviertel sieht es ähnlich. "Dolgopolow spielt heuer extrem gut. Aber in einer zweiten Runde gibt es schlimmere Gegner als ihn. Vom Spiel her, glaube ich, dass er mir schon liegen könnte", glaubt Haider-Maurer, der den ersten Sieg bei einem Major als einen seiner größten Erfolge einstufte.

Seit einer Krankheit, die ihn die Teilnahme am Heim-Davis-Cup gegen Frankreich Anfang März gekostet hat, geht es aufwärts mit ihm, schilderte Haider-Maurer, der in Paris gleich zum Auftakt mit dem starken Juan Martin del Potro trainiert hat. "Das war sehr gut, wir mussten im Tiebreak bei 10:10 abbrechen. Das gibt einem Selbstvertrauen, wenn man (gegen solche Gegner, Anm.) Sparring spielt und es ist so eng."