Erstellt am 26. August 2012, 21:29

Melzer und Paszek starten US-Open erst am Dienstag. Sie sind Österreichs aktuell einzige Top-100-Spieler und in diesem Jahr auch sogar die einzigen ÖTV-Vertreter in den Einzelbewerben bei den US Open. Tamira Paszek und Jürgen Melzer greifen am Dienstag oder Mittwoch in die mit 25,526 Mio. Dollar dotierte Mega-Veranstaltung in New York ein.

Für Paszek ist das letzte Major-Turnier des Jahres etwas Besonderes, ist die 21-jährige Vorarlbergerin doch zum ersten Mal überhaupt bei einem der vier großen Turniere gesetzt. Sie trifft in der ersten Runde auf die Weißrussin Olga Goworzowa und ist gegen die Weltranglisten-67. auch Favoritin. Nicht nur die Setzung als Nummer 29 spiegelt den Aufwärtstrend Paszeks wider: In der am Sonntag schon vor Turnierbeginn veröffentlichten WTA-Rangliste scheint Paszek gar schon als Nummer 31 auf - so gut wie nie zuvor. "Es geht definitiv vorwärts, die Hürde 35 haben wir jetzt gebrochen", freute sich Paszek im Gespräch mit der APA.

Ihr rot-weiß-rotes Pendant bei den Herren ist Jürgen Melzer, der eine Setzung in den Top 32 als 36. hingegen knapp verpasst hat. Melzer hat eigentlich ein sehr gutes Los, den US-Qualifikanten Bradley Klahn, ab Montag Nummer 489 der Welt, kennt kaum jemand. Allerdings wird Melzer den Teufel tun, als den vermeintlich schwachen Gegner zu unterschätzen.

Immerhin ist der Lokalmatador, der selbst in einer reinen US-Rangliste im ATP-Ranking nur 33. ist, ohne Satzverlust in seinen insgesamt erst vierten Hauptbewerb auf der Tour eingezogen. U.a. hat er in der dritten Quali-Runde den Franzosen Florent Serra (ATP-116) ausgeschaltet. Melzer hat sich beim Coach von Serra über den 22-jährigen Kalifornier erkundigt. "Ein Linkshänder, der einen guten ersten Aufschlag hat und eine gute Vorhand. Man qualifiziert sich nicht einfach aus dem Nichts. Der muss schon spielen können", sagte Melzer am Sonntag zur APA.

Für Paszek und Melzer gilt, dass ihre ersten Matches entweder am Dienstag oder gar erst Mittwoch angesetzt werden können. An welchem der beiden Tage sie einlaufen müssen, wussten beide am Sonntag (Ortszeit) noch nicht.