Erstellt am 08. April 2012, 14:44

Melzer unterliegt Ferrer. Österreich hat wie befürchtet im Davis-Cup-Viertelfinale gegen Titelverteidiger Spanien verloren. Jürgen Melzer verlor am Sonntag im Tennis-Top-Duell gegen David Ferrer auch sein zweites Einzel am Oster-Wochenende ohne Satzgewinn in 2:23 Stunden mit 5:7,3:6,3:6.

Damit ging Gastgeber Spanien uneinholbar mit 3:1 in Führung und trifft im Halbfinale im September (14. bis 16.9.) auf Rekordsieger USA. Österreich ist auch 2013 in der Weltgruppe und aller Voraussicht nach gesetzt.

Das ÖTV-Team war nach zwei mäßigen Einzelvorstellungen von Melzer und Andreas Haider-Maurer am Freitag 0:2 zurückgelegen, am Samstag hatten Oliver Marach/Alexander Peya aber mit Regenunterstützung im Doppel auf 1:2 verkürzt. Am Ende war das ÖTV-Team, das als einzige Viertelfinal-Nation mit nur einem Top-100-Spieler auskommen musste, auf einem miserablen Sandplatz gegen die Tennismacht Spanien aber auch ohne deren Superstar Rafael Nadal chancenlos. Der Erfolg gegen Österreich war der 23. Heimsieg der Spanier in Folge.

Bei erstmals durchgehend sonnigem aber weiterhin windigem Wetter trat Melzer am Sonntag zu einer Art "Wiedergutmachung" an. Bei seiner glatten Niederlage gegen Nicolas Almagro hatte der Niederösterreicher nur acht Games gemacht und war ohne einzigen Breakpunkt geblieben. Gegen das nicht ganz so schnelle Spiel des Weltranglisten-Fünften Ferrer tat sich Melzer leichter, der Wind und der schlechte Platz waren aber von Beginn an störende Begleiter.

Trotzdem gelang es Melzer, den spanischen Favoriten zunächst voll zu fordern. Der 30-jährige Niederösterreicher hatte in gleich zwei Games die Gelegenheiten, mit Break in Führung zu gehen, nutzte aber keine. Ferrer war da konsequenter und nahm dem Österreicher nach 59 Minuten den Aufschlag zum 7:5-Satzgewinn ab.

Der Spanier drohte, mit dem Aufwind wegzuziehen, führte im zweiten Durchgang nach einem frühen Break schnell 3:0, ehe Melzer das Rebreak zum 3:4 gelang. Ferrer antwortete aber postwendend mit einem weiteren Break und servierte den zweiten Satz problemlos aus. Im dritten Set genügte dem seit vergangenem Montag 30-Jährigen ein Break zum 4:3 für die Entscheidung. Mit dem dritten Matchball machte er nach 2:23 Stunden im erneut nur halbvollem Stadion den Sieg Spaniens perfekt.

Melzer konnte damit den 70 mitgereisten Fans, für die Österreichs Davis-Cupper eigenhändig Ostergeschenke eingepackt hatten, keinen Sieg schenken. "Ich hab um einiges besser gespielt als am Freitag", zeigte sich Melzer dennoch versöhnt. Zuletzt hatte er sechsmal in Folge das Nummer-1-Duell am Sonntag gewonnen. Dass diese Serie gegen Ferrer zu Ende ging, überraschte nicht wirklich.

Sauer war Melzer wegen des katastrophalen Platzes. "Jeder hat gesehen, dass sich sehr viel Bälle verspringen. Das ist eines Davis Cups nicht würdig. Das ist schade. Im Endeffekt sind es nur ein oder zwei Punkte, die entscheiden". ärgerte sich der Österreicher. "Für einen Angriffsspieler wie mich ist es schwierig, wenn man keinen regelmäßigen Ballabsprung bekommt. Da schaut man manchmal bei haarsträubenden Fehlern ganz schön blöd aus."

Vermutlich hätte Melzer den spanischen Favoriten bei besseren Bedingungen deutlicher fordern können. Ein Sieg wäre dennoch extrem schwierig geworden. "Dass David ein guter Tennisspieler ist, vor allem auf Sand, hat er heute wieder bewiesen", gab Melzer zu. "Um gegen ihn hier zu gewinnen, muss ich schon unglaublich spielen. Dafür bin ich aber zu fehleranfällig", gestand der Weltranglisten-21. ein.

Melzer wird diese Woche kurz pausieren und dann in Monte Carlo und Bukarest wieder um ATP-Punkte spielen. "Ich freue mich auf die Sandplatz-Saison. Mit genügend Training kann ich ja auf diesem Belag sehr gut spielen. Ziel ist, in Paris gesetzt zu sein."
Damit ging Gastgeber Spanien uneinholbar mit 3:1 in Führung und trifft im Halbfinale im September (14. bis 16.9.) auf Rekordsieger USA. Österreich ist auch 2013 in der Weltgruppe und aller Voraussicht nach gesetzt.

Das ÖTV-Team war nach zwei mäßigen Einzelvorstellungen von Melzer und Andreas Haider-Maurer am Freitag 0:2 zurückgelegen, am Samstag hatten Oliver Marach/Alexander Peya aber mit Regenunterstützung im Doppel auf 1:2 verkürzt. Am Ende war das ÖTV-Team, das als einzige Viertelfinal-Nation mit nur einem Top-100-Spieler auskommen musste, auf einem miserablen Sandplatz gegen die Tennismacht Spanien aber auch ohne deren Superstar Rafael Nadal chancenlos. Der Erfolg gegen Österreich war der 23. Heimsieg der Spanier in Folge.

Bei erstmals durchgehend sonnigem aber weiterhin windigem Wetter trat Melzer am Sonntag zu einer Art "Wiedergutmachung" an. Bei seiner glatten Niederlage gegen Nicolas Almagro hatte der Niederösterreicher nur acht Games gemacht und war ohne einzigen Breakpunkt geblieben. Gegen das nicht ganz so schnelle Spiel des Weltranglisten-Fünften Ferrer tat sich Melzer leichter, der Wind und der schlechte Platz waren aber von Beginn an störende Begleiter.

Trotzdem gelang es Melzer, den spanischen Favoriten zunächst voll zu fordern. Der 30-jährige Niederösterreicher hatte in gleich zwei Games die Gelegenheiten, mit Break in Führung zu gehen, nutzte aber keine. Ferrer war da konsequenter und nahm dem Österreicher nach 59 Minuten den Aufschlag zum 7:5-Satzgewinn ab.

Der Spanier drohte, mit dem Aufwind wegzuziehen, führte im zweiten Durchgang nach einem frühen Break schnell 3:0, ehe Melzer das Rebreak zum 3:4 gelang. Ferrer antwortete aber postwendend mit einem weiteren Break und servierte den zweiten Satz problemlos aus. Im dritten Set genügte dem seit vergangenem Montag 30-Jährigen ein Break zum 4:3 für die Entscheidung. Mit dem dritten Matchball machte er nach 2:23 Stunden im erneut nur halbvollem Stadion den Sieg Spaniens perfekt.

Melzer konnte damit den 70 mitgereisten Fans, für die Österreichs Davis-Cupper eigenhändig Ostergeschenke eingepackt hatten, keinen Sieg schenken. "Ich hab um einiges besser gespielt als am Freitag", zeigte sich Melzer dennoch versöhnt. Zuletzt hatte er sechsmal in Folge das Nummer-1-Duell am Sonntag gewonnen. Dass diese Serie gegen Ferrer zu Ende ging, überraschte nicht wirklich.

Sauer war Melzer wegen des katastrophalen Platzes. "Jeder hat gesehen, dass sich sehr viel Bälle verspringen. Das ist eines Davis Cups nicht würdig. Das ist schade. Im Endeffekt sind es nur ein oder zwei Punkte, die entscheiden". ärgerte sich der Österreicher. "Für einen Angriffsspieler wie mich ist es schwierig, wenn man keinen regelmäßigen Ballabsprung bekommt. Da schaut man manchmal bei haarsträubenden Fehlern ganz schön blöd aus."

Vermutlich hätte Melzer den spanischen Favoriten bei besseren Bedingungen deutlicher fordern können. Ein Sieg wäre dennoch extrem schwierig geworden. "Dass David ein guter Tennisspieler ist, vor allem auf Sand, hat er heute wieder bewiesen", gab Melzer zu. "Um gegen ihn hier zu gewinnen, muss ich schon unglaublich spielen. Dafür bin ich aber zu fehleranfällig", gestand der Weltranglisten-21. ein.

Melzer wird diese Woche kurz pausieren und dann in Monte Carlo und Bukarest wieder um ATP-Punkte spielen. "Ich freue mich auf die Sandplatz-Saison. Mit genügend Training kann ich ja auf diesem Belag sehr gut spielen. Ziel ist, in Paris gesetzt zu sein."

Im letzten und bedeutungslosen Einzel unterlag der für den verletzten Haider-Maurer aufgebotene Doppel-Spezialist Alexander Peya gegen Nicolas Almagro trotz einer 5:2,30:0-Führung im zweiten Satz mit 5:7,5:7. Spanien gewann damit die Viertelfinal-Begegnung mit 4:1.

Dass der im Einzel nur auf Platz 708 liegende Peya mit seinem konsequentem Serve-Volley auf dem "Acker" durchaus gut aussah und gegen die Nummer zwölf der Welt mehr Games machte als Melzer am Freitag in drei Sätzen, wollte Trimmel nicht überbewerten. "Dass so etwas auch über fünf Sätze funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Aber es ist müßig, darüber zu diskutieren."

Peya war dennoch stolz. "Die Spanier waren schon am Feiern. Aber es war Viertelfinale und auf Sand kann man auch gegen die Nummer zwölf der Welt in einem 'dead rubber' verlieren. Ich hab's genossen, auch wenn wir schon verloren hatten", sagte der Wiener.

Kapitän Trimmel war am Ende zufrieden, auch wenn im Single eine vernichtende 0:11-Satzbilanz zu Buche stand. "Wir hätten uns auch engere Partien gewünscht. Die letzten zwei Sätze von Peya zähle ich nicht mehr. Also war es ein 0:9, so was gab es hier in einer anderen Sportart schon ein Mal", sagte der Wiener mit einem schmunzelnden Seitenblick auf das 0:9-Debakel der Fußball-Nationalmannschaft 1999 im nahen Valencia.

Neo-Präsident Ronald Leitgeb bezeichnete es freilich als "deprimierend", dass das Herrenteam im Einzel kein Satzgewinn gelungen war. Trimmel erinnerte aber: "Man hat gesehen warum Spanien Titelverteidiger ist und wie sich Weltklassetennis auf Sand anfühlt. Der Sieg ist hochverdient und hier haben schon Teams von ganz anderem Kaliber ähnlich hoch verloren."

Für seine erstmals im Viertelfinale stehende Truppe sei es eine Riesenerfahrung gewesen, betonte Trimmel, der möglicher Weise bald auch schon Chef der Fed-Cup-Mannschaft sein könnte. "Es ist schon einige Zeit her, dass wir mit den Herren unter den besten Acht waren. Wir haben zu einem gewissen Grad Lehrgeld bezahlt, unsere Chancen waren von Beginn an sehr gering. Aber das Team hat sich professionell vorbereitet und verkauft."