Erstellt am 29. Dezember 2013, 22:18

Michael Schumacher nach Skiunfall in Lebensgefahr. Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher schwebt nach einem Skiunfall in Meribel in den französischen Alpen in Lebensgefahr.

Der 44-jährige Deutsche prallte am Sonntagvormittag bei einem Sturz mit dem Kopf an einen Felsen und erlitt, obwohl er einen Skihelm trug, schwere Kopfverletzungen. Laut TV-Sender BFMTV wurde bei Schumacher im Krankenhaus von Grenoble eine Hirnblutung diagnostiziert.

Zuvor hatte die französische Regionalzeitung "Le Dauphine Libere" berichtet, der Gesundheitszustand Schumachers habe sich verschlechtert. Die Prognose sei inzwischen ernst. Eine offizielle Bestätigung für die Informationen gibt es vorerst nicht. Die Klinik und Schumachers Management haben für den späteren Abend eine Erklärung zum Gesundheitszustand des 44-jährigen Deutschen angekündigt.

Nach dem Sturz um kurz nach 11.00 Uhr wurde Schumacher zunächst in ein Krankenhaus in Albertville-Moutiers gebracht. Von dort wurde er in die Universitäts-Klinik von Grenoble verlegt. Der Skistation zufolge hatte sich Schumacher abseits der Pisten bewegt. Der siebenfache Weltmeister sei mit dem Kopf gegen einen Felsen geprallt, habe aber einen Helm getragen. Das bestätigte auch seine Managerin Sabine Kehm. Schumacher war laut seiner Managerin nicht alleine unterwegs, andere Personen seien aber nicht zu Schaden gekommen.

Formel-1-Fans versammelten sich vor Klinik

Noch am Nachmittag stieß Schumachers Pariser Vertrauensarzt Gerard Saillant zu dem Verunglückten. Der frühere Leiter einer Abteilung für Orthopädie und Traumatologie hat sich inzwischen auf Neurologie spezialisiert und leitet ein Institut zur Behandlung von Gehirnerkrankungen. Saillant hatte Schumacher bereits 1999 nach seinem schwersten F1-Crash in Silverstone operiert. Damals hatte der Deutsche einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitten.

Noch im Laufe des Abends kamen vor dem Krankenhaus Formel-1-Fans mit Ferrari-Emblemen zusammen. Auch der frühere französische Formel-1-Pilot Olivier Panis erschien vor dem Krankenhaus und sagte, er sei "beunruhigt"über den Gesundheitszustandes seines Freundes. Panis wohnt in Grenoble, wurde aber nicht auf die Station gelassen, um Schumacher zu besuchen. "Heute Abend kann man ihn nicht sehen", sagte Panis einem lokalen Fernsehsender. "Ich bete für dich, mein Bruder", twitterte Schumachers früherer Ferrari-Teamkollege Felipe Massa.

Schumacher ist mit sieben WM-Titeln und 91 GP-Siegen der erfolgreichste Rennfahrer der Geschichte. Nach einem dreijährigen Comeback bei Mercedes hat er seine Karriere im Vorjahr endgültig beendet. Der Unfall in den Bergen ist nicht der erste, den Schumacher bei einer Freizeitaktivität hinter sich hat. 2009 zog er sich bei einem Motorradsturz in Spanien unter anderem Brüche im Bereich der Schädelbasis und der Halswirbelsäule zu.

Schumacher lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in der Schweiz. Sein Sohn soll ihn beim Skifahren in Frankreich begleitet haben.