Erstellt am 30. Dezember 2013, 11:48

Michael Schumacher weiter in kritischem Zustand. Der Zustand von Michael Schumacher ist nach seinem schweren Skiunfall weiterhin "außerordentlich ernst".

Der 44-Jährige befindet sich nach Aussage der Ärzte in Lebensgefahr. Wie die Zuständigen des Krankenhauses in Grenoble am Montag mitteilten, erlitt Schumacher "im Gehirn weit verbreitete Verletzungen". Die Ärzte sprachen von Blutergüssen und Prellungen im Gehirn. Der Formel-1-Rekordweltmeister wurde in ein künstliches Koma versetzt. Mehrfach betonten die Mediziner in der knapp 15-minütigen Pressekonferenz, dass die Lage sehr kritisch sei. Über die Überlebenschancen könne man nichts sagen, erklärten die Mediziner.

"Wir sind beunruhigt über seinen Zustand", betonte Professor Gerard Saillant, der Schumacher in dessen Formel-1-Karriere bereits behandelt hatte und am Sonntag nach Grenoble gereist war. Weitere Informationen gibt das Krankenhaus "je nach Entwicklung" des Zustands.

Mit dem Kopf auf einen Felsen geschlagen

Schumacher war am Sonntagvormittag beim Skifahren in Meribel in den französischen Alpen verunglückt. Er war mit dem Kopf auf einen Felsen geschlagen. Allerdings soll Schumachers Helm nach Informationen der "Bild" bei seinem Anprall gebrochen sein. Die Zeitung zitierte einen Retter mit den Worten: "Als wir zur Unfallstelle kamen, war sein Helm gespalten." Eine offizielle Bestätigung gab es dazu nicht.

Ohne seinen Helm hätte es Schumacher wohl gar nicht bis ins Krankenhaus geschafft, meinte einer der Ärzte. "Man kann sich vorstellen, dass die Geschwindigkeit sehr hoch war." Schumacher sei nach dem Unfall verwirrt gewesen. Er sei mit der rechten Seite aufgeprallt.

Man versuche nun Zeit zu gewinnen. Im Augenblick könne man nicht mehr dazu sagen. Eine Prognose könne man nicht abgeben, erklärten die behandelnden Ärzte. Zur Zeit werde alles unternommen, um den Druck im Gehirn nicht ansteigen zu lassen.

Erschütterung bei Weggefährten

In der Motorsportszene war die Erschütterung groß, als die Nachricht vom Unfall am Sonntag bekannt wurde. "Jeder wünscht Michael Schumacher eine schnelle Genesung, ich bin mir sicher: Die Motorsportwelt wird heute Nacht schlecht schlafen", schrieb etwa Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb.

Vor dem Krankenhaus am Boulevard de la Chantourne waren im Laufe des Sonntags erste Fans eingetroffen. Als die Nachrichten vom Gesundheitszustand des siebenfachen Weltmeisters immer dramatischer wurden, pilgerten immer mehr Fans zur Klinik. Nicht wenige trugen dabei das Ferrari-Rot aus Schumachers einstigen Zeiten bei der Scuderia.