Erstellt am 29. Januar 2013, 13:26

Ministerrat beschloss neues Sportfördergesetz. Die Regierung hat am Dienstag im Ministerrat ein neues Sportförderungsgesetz beschlossen, mit dem die jährlich zur Verfügung stehenden 80 Millionen Euro neu verteilt werden.

Eckpfeiler des Systems sind ein duales Fördermodell, ein Leistungsprinzip, eine Zentralisierung der Vergabe durch einen Bundes-Sportförderfonds und Transparenz mittels Förderdatenbank. Das neue Gesetz sieht eine Trennung in eine auf vier Jahre fixierte Grundförderung und eine Projektförderung vor, die jährlich festgelegt wird. Die Verteilung der Mittel beträgt ca. je die Hälfte. Die Grundförderung dient den Verbänden zur Abdeckung der Fixkosten und längerfristigen Planungssicherheit.

Gesamt erfolgt eine Aufteilung der Mittel in 50 Prozent für den Spitzensport (aktuell rund 40 Mio. Euro), 45 Prozent für den Breitensport (ca. 36 Mio.) und 5 Prozent (ca. 4 Mio.) an Organisationen mit besonderer Aufgabenstellung wie das Österreichische Olympische Comitee (ÖOC/40 Prozent), die BSO (25 Prozent), sowie Organisationen für Sportler mit körperlicher oder mentaler Beeinträchtigung (35 Prozent).

Die Spitzensportförderung wird um 5 Mio. Euro auf 31 Mio. Euro pro Jahr für 60 Fachverbände erhöht. Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) ist darin nicht inkludiert und hat insofern eine historisch aus dem Toto stammende Ausnahmestellung, als der ÖFB - so wie auch bei der Breitensportförderung - eine fixe Quote erhält. Konkret bekommt der Fußballbund 12,5 Prozent der Spitzensportförderung (derzeit rund 5 Mio. Euro) und 20 Prozent der Breitensportförderung (ca. 7,2 Mio.).

Die Vergabe der Finanzmittel ist an fixe Leistungskriterien gebunden. Darunter fallen Verbands-Struktur und -Arbeit, Nachwuchsarbeit, nationale und internationale Bedeutung der Sportart und internationale Erfolge. Danach wird eine Punkte-Rangliste erstellt - je höher das Ranking, desto höher die Förderung.

Vergeben werden die Mittel in Zukunft zentral mittels Bundes-Sportförderungsfonds, der von der Bundes-Sportkonferenz geführt wird, die aus elf Mitgliedern besteht. Das Gesetz sieht weiters eine Förderdatenbank vor, die für Transparenz bei der Sportförderung sorgen soll.