Erstellt am 27. April 2011, 00:00

Mit breiter Brust zum Tabellenführer. TIPP3 BUNDESLIGA / Patrick Bürgers Treffer gegen den LASK gab den Mattersburgern einen weiteren Motivationsschub.

Frustriert. Der gute Ex-Mattersburg-Tormann Thomas Mandl kassierte erst in der letzten Minute den Ausgleich.  |  NOEN
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VON PHILIPP FRANK

Es sah bis zur 94. Minute nicht gerade nach der optimalen Woche für den SV Mattersburg aus. Zunächst das Cup-Aus im Hanappi-Stadion gegen Rapid, dann der bittere Spielverlauf gegen das Tabellenschlusslicht LASK. Bis zur 94. Minute mussten die SVM-Kicker zittern, ehe Patrick Bürgers Tor das Pappelstadion in ein Tollhaus verwandelte.

„Muss kein schlechtes  Gewissen haben!“

„Wir haben es leider verabsäumt, vorzeitig den Sack zuzumachen. Wenn wir das frühe Tor geschossen hätten, dann hätten wir die Partie im Griff gehabt. So mussten wir am Ende sogar noch um das 1:1 zittern. Wir haben aber heuer schon so viel Pech gehabt, dass ich wegen des Last-Minute-Treffers kein schlechtes Gewissen haben muss“, so Mattersburg-Trainer Franz Lederer.

Von einer vorzeitigen Entscheidung will der SVM-Coach aber nicht sprechen. „Es sind noch 18 Punkte zu vergeben und wir haben neun Zähler Vorsprung. Wir müssen jetzt konzentriert weiterarbeiten und hoffen, bald die Meldung ,Klassenerhalt‘ ausgeben zu können“, so Lederer.

Gegen den LASK war wieder Thomas Borenitsch die Nummer eins zwischen den Pfosten. „Das hat nichts mit dem Patzer David Schartners im Cup gegen Rapid zu tun. Der ,Tetschgerl‘ ist noch immer die erste Wahl, war aber zuletzt noch nicht einsatzbereit. Schartner kämpft sich aber immer näher heran und hat viel Potenzial“, meinte der Mattersburger Betreuer. Am Samstag geht es für Michael Mörz und Co. zum Tabellenführer Sturm Graz. Wie sieht die Einschätzung des Chef-Trainers aus? „Natürlich wird es sehr schwer werden, aber wir haben in den letzten Spielen gezeigt, dass wir uns auch in der Fremde zu präsentieren wissen und werden uns sicherlich nicht verstecken“, so Lederer.

Farkas und Waltner als  Alternativen gegen Sturm

Die zuletzt gesperrten Patrick Farkas und Robert Waltner sind wieder einsatzberechtigt und mögliche Alternativen gegen die Steirer. „Wir müssen jetzt einmal abwarten, dann sehen wir, wer sich aufdrängt“, so der Coach der Grün-Weißen, der gegen Sturm Graz aus dem Vollen schöpfen kann.