Erstellt am 07. Mai 2013, 07:43

„Mittlerweile kann ich darüber lachen“. Tennisverbands-Präsident Günter Kurz hatte bei einem Aufenthalt in Bulgarien Glück im Unglück.

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Von Bernhard Fenz

Zwei Wochen lang hätte BTV-Boss Günter Kurz (46) seine Tochter Karoline bei zwei Turnieren in Bulgarien (den Anfang machte ein ITF-Katgeorie-3-Event in Plovdiv, der zweitgrößten Stadt des Landes) begleiten sollen. Bereits am Abend nach der Ankunft kam es dann zu dem folgenschweren Zwischenfall.
 
„Ich habe erst alles für das Training am nächsten Tag organisiert und bin dann gegen 22 Uhr geschlaucht ins Bett gegangen. Das Gefühl danach war, wie wenn dir jemand ein Netz um den Brustkorb bindet und zuspannt – das kommt wellenweise. Irgendwann wirst du richtig nervös, bekommst Schweißausbrüche und Todesangst.“
 
Herzinfarkt war Pech, Versorgung war Glück
 
Günter Kurz erlitt, wie er später erfuhr, einen Vorderwandinfarkt. Das Herz des Oberpullendorfers wurde insgesamt 90 Minuten lang nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Weil aber nach Auftreten des Problems die Versorgungs-Kette funktionierte, ging die definitiv todernste Sache noch einmal glimpflich aus, wie der immerfreundliche und dauerbeschäftigte Tausendsassa berichtet: „Es wurde eine Ärztin organisiert, die dann in weiterer Folge den Notarzt gerufen hat. Von dort ging es in eine Privatklinik, wo mir ein Stent (Anmerkung: medizinisches Implantat, das den erneuten Verschluss eines Blutgefäßes verhindert) gesetzt wurde.“
 
Schmunzelnder Nachsatz: „Ich habe in der Klinik den Doktor erwischt, der dort der Feinmechaniker ist. Das war kein Nachteil. Alles zusammen hatte ich ein Batzenglück – mittlerweile kann ich darüber lachen.“ Vor allem auch, weil die Diagnose für den Tennispräsidenten wieder positiv klingt: „Es gibt keine bleibenden Schäden, mir geht es mittlerweile wieder sehr gut.“
 
Nach einigen Tagen erfolgte die Überstellung nach Österreich, jetzt ist Günter Kurz wieder ganz normal im Einsatz. Auch wenn er die Zeichen erkannt hat: „Ich werde das sicher nicht ignorieren und vorsichtig sein.“