Erstellt am 31. Juli 2014, 07:01

von Bernhard Fenz

„Das ist eine tolle Sache“. Der Mörbischer Mario Schindler ist weltweit einer von 14 Trainern, die ein Intensiv-Programm in den USA und ein besonderes Qualitäts-Zertifikat erhalten.

Abreise naht: Noch bis morgen, Donnerstag, verbringt Mario Schindler seinen Urlaub in Kroatien. Dann packt der Mörbischer seine Sachen und kehrt heim - Ende September startet dann das US-Abenteuer. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
Mit seinem spontan zu Papier gebrachten Projekt „Ringen in den Schulen“ schickte das Österreichische Olympische Comité den Kadetten- und Jugendnationaltrainer im griechisch-römischen Stil ins Rennen um einen Platz für das ICECP („International Coaching Enrichment Certification Program“) – einer vom Internationalen Olmpischen Comité (IOC) unterstützten elitären Trainerfortbildung in den USA.

Mittlerweile steht fest: Es hat geklappt, Mario Schindler ist einer von 14 ausgewählten Trainern, die beim nächsten Termin dabei sind.

„Das internationale Netzwerk, das hier geboten wird, ist einzigartig.“
Mario Schindler wird die Zeit in den USA klarerweise auch dazu nutzen, entsprechend Kontakte zu knüpfen

„Als Fachverband haben wir gesagt, dass wir uns bewerben. Dass es geklappt hat, ist natürlich eine tolle Sache“, so der 41-jährige Burgenländer, der nun eine, wie er weiß, „Trainerfortbildung auf höchstem Niveau“ genießen wird.

Ab 20. September ist Schindler in den USA – erst zwei Wochen lang auf der ICECP-Kooperations-Universität in Delaware, ehe eine einwöchige Hospitation bei einem amerikanischen Nationalcoach auf dem Programm steht.

Dann geht es noch für zwei Wochen nach Colorado Springs ins olympische US-Trainingszentrum, dem amerikanischen Flaggschiff in diesem Bereich – neue Erfahrungen auf höchstem Niveau also: „Es freut mich, dass ich diese Gelegenheit erhalte. Neben der qualitativen Schiene ist auch das internationale Netzwerk, das hier geboten wird, einzigartig.“

„Ich kann mich nur für die Unterstützung bedanken“

Nicht unerwähnt lassen will der ehemalige Amateur-Kicker, dessen große Liebe aber stets das Ringen war, das große Entgegenkommen seines Arbeitgebers. Schließlich sind die fünf Wochen Abwesenheit des (teilzeitbeschäftigen) Justizwachebeamten auf Sonderurlaubsbasis möglich. „Ich kann mich nur für die Unterstützung bedanken, ebenso für das Vertrauen seitens des ÖOC und des Ringsportverbands.“

Das Zertifikat erhalten die Teilnehmer schließlich nach Abschluss im Frühjahr 2015, da geht es nach Lausanne zum Sitz des IOC – wo Mario Schindler sein Projekt dem interessierten Publikum vorstellen wird. Freilich auf Englisch, aber auch diese Hürde wird der Mörbischer meistern. Neuerdings bringt ihn schließlich bereits ein extra engagierter „Native Speaker“ mündlich auf Vordermann.