Erstellt am 25. Juli 2012, 00:00

Mörz im Laufschritt zurück in die Spur?. TIPP3 BUNDESLIGA / Der Kapitän fühlt sich topfit, hat privat eine neue Liebe entdeckt und ist zuversichtlich für Salzburg.

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VON BERNNHARD FENZ

„Die letzten drei Jahre waren nichts. Aber er hat bereits so enorm viel für den Verein geleistet, dass wir ohne weiteres darüber hinwegsehen und ihm das Vertrauen schenken.“

Martin Pucher hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass Michi Mörz nach seiner sportlichen Durststrecke wieder in die Spur findet – ein erster kleiner Etappensieg gelang bereits. Der SVM-Boss durfte sich am Samstag beim 2:0-Auftakterfolg gegen Wiener Neustadt mit dem Mattersburg-Urgestein über einen guten Einstand in die neue Saison freuen.

Ein Auftakterfolg als Basis  für Punkte beim Meister

Mörz, im letzten Jahr überwiegend Joker, spielte diesmal von Beginn an und trug mit seinem Kopftor nach Maßflanke von Patrick Farkas zum Erfolg bei. In der zweiten Halbzeit ließ der eingewechselte Thorsten Röcher nach einem feinen Tempodribbling Goalie Jörg Siebenhandl keine Chance und schloss zum 2:0-Endstand ab. Der Rest war die Erfüllung des Pflichtprogramms.

„Am Anfang war ich noch etwas verkrampft, nach dem Tor ist es dann besser gelaufen. Wichtig war, dass wir die Partie gewonnen haben. Auf dieser Basis können wir auch in Salzburg eine Überraschung abliefern,“ resümierte Mörz, mittlerweile übrigens der älteste Spieler im Kader. Zwar hat der langjährige grün-weiße Profi erst 32 Jahre auf dem Buckel, trotzdem gibt es mittlerweile nur noch jüngere Kicker im Kader. Lediglich Thomas Borenitsch (31), Ronny Spuller (31), Florin Lovin (30) und Adnan Mravac (30) befinden sich ebenfalls im 30er-Klub – Markus Böcskör, 29, folgt am 1. Oktober. Wie sich dieser Umstand beschreiben lässt? „Ein bisschen komisch ist es schon, aber wir haben eben auch eine ganz junge Mannschaft.“

Egal. Schließlich geht es um die Leistung. Die will Routinier Mörz erbringen, körperlich fühlt er sich topfit. „Meine Werte sind sogar besser als früher.“ Seine neue private Liebe wird in dieser Hinsicht übrigens kein Nachteil sein. Mörz hat das Laufen als Hobby entdeckt, gemeinsam mit seiner Frau Nina ist er neben dem SVM-Training einige Male die Woche aktiv unterwegs. „Einfach nur rennen gehen war eigentlich nie mein’s. Mittlerweile taugt es mir, und es stimmt wirklich: Das Laufen macht süchtig.“

Michi Mörz gelang mit dem 1:0 gegen Wiener Neustadt das erste Saisontor des SVM.