Erstellt am 24. April 2011, 14:16

Moniz kritisierte "Bullen" - Rapid im Höhenflug. Die Hoffnung bei Österreichs Fußball-Meister Salzburg auf die Titelverteidigung ist nach dem 2:3 im Westderby gegen Wacker Innsbruck geschwunden. Ganz anders die Stimmung bei Rapid. Drei Spiele, drei Siege. Unter Interimscoach Zoran Barisic blüht der Rekordmeister wieder auf. Während auch Sturm Graz "dick dabei" ist, muss der LASK durch einen Last-Minute-Gegentreffer für die 2. Liga planen.

Die Hoffnung bei Österreichs Fußball-Meister Salzburg auf die Titelverteidigung ist nach dem 2:3 im Westderby gegen Wacker Innsbruck geschwunden. Ganz anders die Stimmung bei Rapid. Drei Spiele, drei Siege. Unter Interimscoach Zoran Barisic blüht der Rekordmeister wieder auf. Während auch Sturm Graz "dick dabei" ist, muss der LASK durch einen Last-Minute-Gegentreffer für die 2. Liga planen.

Neo-Salzburg-Trainer Ricardo Moniz sparte nicht mit Kritik an seinen Schützlingen. Nach dem 0:1 gegen Schlusslicht LASK setzte es auch im zweiten Match vor eigenem Publikum unter Huub-Stevens-Nachfolger Moniz eine überraschende Pleite. Moniz ärgerte sich vor allem darüber, dass sein Team nicht das vorentscheidende 3:1 nachgelegt hat. "Zur Halbzeit hätten wir 3:1 führen müssen", meinte der Niederländer angesichts einiger vergebener Topchancen. Auch Gäste-Trainer Walter Kogler gestand: "Ein 1:3 hätten wir wahrscheinlich nicht mehr aufgeholt."

"Nach Graz war eine Euphorie da, jetzt sind wir wieder am Boden herunten", meinte Stürmer Roman Wallner vor dem schwierigen Auswärtsmatch der "Bullen" am Sonntag in Wien gegen Rapid. "Wir werden alles daran setzen, dass wir noch weiter nach vorne kommen. Vielleicht ist auch der Meistertitel noch drinnen. Dafür müssen wir in Wien ein gutes Resultat abliefern." Wenn bei Rapid dieser Höhenflug anhalten sollte, dann ist für die Hütteldorfer sogar noch das Double möglich. Doch solche Worte hört man derzeit nur von euphorischen Fans, für den Trainer und die Spieler sind sie noch tabu.

Mitten im Rennen um den Meistertitel um den Meistertitel ist weiterhin Sturm Graz. Trainer Franco Foda am Samstag das perfekte Geschenk zum 45. Geburtstag und 200. Bundesliga-Spiel bekommen. Nach dem eindrucksvollen 5:0 im Steiermark-Derby in Kapfenberg konnte auch Foda nicht mehr bestreiten, dass sein Team Chancen auf den Titel hat. "Wir sind dick dabei, aber es wird bis zur letzten Runde spannend bleiben", meinte der Deutsche.

Weniger spannend dürfte allerdings der Abstiegskampf werden. Der LASK kassierte beim SV Mattersburg, den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, in der 94. Minute aus klarer Abseitsposition den Ausgleich zum 1:1. "Die Mannschaft ist down, es tut mir sehr leid für sie. Wir brauchen aufgrund der schlechteren Tordifferenz zehn Punkte mehr als Mattersburg, das wird sehr schwer. Dieses eine letzte Prozent Chance wollen wir aber nützen", meinte Trainer Walter Schachner. Die Linzer liegen damit weiterhin neun Punkte hinter den Burgenländern.