Erstellt am 24. Februar 2014, 14:44

Morgenstern beendet Skisprung-Saison vorzeitig. Thomas Morgenstern wird auf ein Antreten in den restlichen Saisonbewerben des Skisprung-Weltcups verzichten.

"Die vergangenen Wochen waren emotional sehr intensiv für mich. Das möchte ich jetzt in Ruhe aufarbeiten und meine Gedanken ordnen. Daher habe ich mich entschieden, auf die restlichen Wettkämpfe der aktuellen Saison zu verzichten", teilte der dreifache Olympiasieger in einer Aussendung mit. Das ÖSV-Team fliegt betreut von Co-Trainer Alexander Diess mit sieben Athleten zur nächsten Station am Mittwoch in Falun. Neben Gregor Schlierenzauer, der sich nach einer Bedenkzeit erst am Sonntag für ein Antreten entschloss, werden auf der WM-Schanze von 2015 auch Michael Hayböck, Thomas Diethart, Andreas Kofler, Manuel Fettner, Stefan Kraft und Wolfgang Loitzl dabei sein. Cheftrainer Alexander Pointner wird das Team - wie schon vor den Winterspielen vereinbart - wieder in den darauffolgenden Bewerben in Lahti und Kuopio betreuen.

"Silbermedaille strahlt für mich heller als Gold"

Morgensterns Olympia-Bilanz fiel nach Silber mit dem Team ausschließlich positiv aus. "Ich bin glücklich und dankbar, dass mein Traum wahr geworden ist und habe jede Minute genossen. Ich habe mich Schritt für Schritt gesteigert und mit meinem besten Sprung Sotschi verlassen. Die Silbermedaille strahlt für mich heller als Gold und bekommt einen ganz besonderen Platz bei mir zu Hause", betonte der Kärntner, der noch wenige Wochen zuvor nach einem Sturz auf der Kulm-Skiflugschanze mit einem Schädel-Hirn-Trauma auf der Intensivstation gelegen war.

Der 27-Jährige verbringt nach eigenen Worten derzeit viel Zeit mit seiner kleinen Tochter ("Dabei wird alles rundherum unwichtig"), erholt sich und setzt seine Therapie fort. "Jetzt steht meine Gesundheit im Vordergrund", erklärte Morgenstern.

Über seine sportliche Zukunft will er in den kommenden Wochen entscheiden. "Ich werde mir in aller Ruhe Gedanken machen. Skispringen ist mein Leben und es reizt mich nach wie vor, von der Schanze zu springen. Die vergangene Zeit war sehr kräfteraubend. Jetzt gilt es einfach das Geschehene aufzuarbeiten, um mit freien Kopf eine Entscheidung treffen zu können. Ich werde mir die Zeit nehmen, um intensiv an der Fortsetzung meiner Karriere zu arbeiten", wurde Morgenstern in der Pressemitteilung am Montag zitiert.