Erstellt am 09. Februar 2011, 00:00

Moric bleibt dabei, Sally-Vertrag läuft aus. CUP-HALBFINALE / Nach 19 Punkten Rückstand holten Gunners auf, gingen in Führung – und verloren in Verlängerung.

Basketball ABL 2010/11 CUP 2011 Semifinale Fürstenfeld Panthers vs. Oberwart Gunners Nedeljko Asceric (Coach), Marko Moric (9) Copyright Pictorial / M. Filippovits office@pictorial.at www.basketball.pictorial.at  |  NOEN
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Die Entscheidung war nicht leicht, die der Gunners-Trainerstab und das Management am Montagabend zu treffen hatten. Tyrone Sally gegen Marko Moric lautete das „Duell“, nur einer der beiden Spieler würde am Dienstag noch ein Gunner sein. „Die Trainer haben sich nach langen Beratungen für Moric entschieden, der Try-out-Vertrag mit Sally wird nicht verlängert“, sagte Manager Andreas Leitner direkt nach der Vorstandssitzung. Einer der Hauptgründe dafür war, dass „die Herzprobleme von Bernd Volcic jederzeit wieder akut werden können. Wir wollen auf Nummer sicher gehen.“ Zudem sei „Moric bereits ein halber Gunner, er ist deutlich besser im Team integriert und weiß mehr als Sally, worauf es in den Play offs ankommen wird“. Bis Ende Februar haben die Gunners jetzt noch Zeit, eine neue Verstärkung zu verpflichten. „Wir sind auf der Suche“, bestätigt Leitner.

Mit der Niederlage im Cup-Halbfinale gegen Fürstenfeld hat die Entscheidung aber nichts zu tun. Da war Sally mit 14 Punkten noch bester Werfer gewesen. Die Gunners waren mit großen Erwartungen nach Graz gefahren. Am Ende des Halbfinales gegen Fürstenfeld mussten sie aber enttäuscht wieder abziehen.

Nach einem katastrophalen ersten Viertel (15:29) sah es danach aus, als ob die Raubkatzen die Kannoniere mit Haut und Haaren fressen wollten. Aber schon im zweiten Abschnitt pirschte sich Oberwart heran, um dann nach Seitenwechsel zu jenem Spiel zu finden, das man sich vorgenommen hatte: Harte, aggressive Verteidigung gepaart mit kontrollierter Offensive. Zwei Dreier von Hannes Artner, je einer von Tyrone Sally und Hannes Ochsenhofer und plötzlich betrug der Rückstand nur noch drei Zähler. Mitverantwortlich dafür war auch die Unterstützung der vielen mitgereisten Fans, die die Aussage des Spruchbandes „Tradition kann man nicht kaufen“ mit dem Tragen original burgenländischer Tracht unterstrichen.

Am Ende versagten  wieder einmal die Nerven

Im Schlussabschnitt lagen die Nerven blank. Sechs Minuten vor dem Ende brachte Kapitän Jason Johnson sein Team zum ersten Mal in Führung. Zwei Minuten lag Oberwart schon mit vier Punkten voran. Doch die Panthers schlugen zurück, 60 Sekunden vor dem Abpfiff führten die Steirer mit einem Punkt. Dann wurde Bernd Volcic gefoult, allerdings fand nur einer der beiden Freiwürfe den Weg in den Korb – Verlängerung. Die Gunners machten weiter, wo sie aufgehört hatten: Nach einer Führung mit vier Punkten kam aber erneut das Nervenflattern zurück. Ballverluste und eine schwache Quote von der Freiwurflinie ließen die Panthers zurückkommen. Als dann 40 Sekunden vor Ende Pointguard Kelvin Parker den Ball verlor, war die Niederlage besiegelt. „Schade, wir hätten Fürstenfeld schlagen können“, ärgerte sich Leitner.

Headcoach Neno Asceric entschied sich für Marko Moric und

gegen Tyrone Sally – und hofft auf eine neue Verstärkung.

Der Try-out-Vertrag mit Tyrone Sally (l.) wurde nicht verlängert. Der US-Amerikaner muss trotz guter Leistungen die Heimreise antreten. Bis Ende Februar haben die Gunners noch die Gelegenheit, eine neue Verstärkug anzumelden.

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