Erstellt am 15. Dezember 2010, 00:00

Moskau könnte real bleiben. FUSSBALL / Trotz der hartnäckigen Abwanderungsgerüchte ist nicht ausgeschlossen, dass Martin Stranzl bis Ende 2011 in Russland kickt.

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Es war sicher nicht eine der besten Saisonen, auf die Martin Stranzl zurückblicken kann. Der Urbersdorfer in Diensten von Spartak Moskau war zwar mit seiner Mannschaft in der Champions League dabei (dort hat sich Spartak als Gruppendritter auch das Weiterspielrecht in der Europa-League gesichert), kam aber über zwei echte Einsätze nicht hinaus – zusätzlich wurde er noch beim 1:0-Erfolg in Marseille für die Nachspielzeit eingetauscht.

In der russischen Meisterschaft (Spartak wurde nur Vierter, neun Punkte hinter dem Dritten Kazan, 19 Punkte hinter Meister St. Petersburg) stand der 30-Jährige in 15 von 30 Partien am Platz, in der zweiten Saisonhälfte waren es nur sechs Einsätze.

„Kommt ein interessierter  Klub, kann ich auch gehen“

Naheliegend also, dass sich die Abwanderungsgerüchte zuletzt verdichteten. Auch die Namen Salzburg und Rapid tauchten auf. Stranzl – er befindet sich derzeit auf Heimaturlaub im Burgenland – stellte aber klar, was Sache ist. So liege momentan weder ein konkretes Angebot von Salzburg, noch von einem anderen Klub vor. Daher ist es sehr wohl realistisch, dass Martin Stranzl seinen im Dezember 2011 auslaufenden Vertrag erfüllen könnte.

Bei Spartak Moskau dürfte dem 30-jährigen Verteidiger zwar nichts in den Weg gelegt werden, sollte er doch bereits jetzt abwandern wollen. Nur ist im Vertrag eine festgelegte Ablösesumme inkludiert, über deren Höhe eventuell verhandelt werden kann. Stranzl: „Ich hatte letzte Woche mit Trainer Karpin ein Gespräch, bei dem er mir gesagt hat, dass er mich gern weiter in der Mannschaft hätte. Aber wenn ein interessierter Verein kommt, kann ich auch gehen.“ Nachsatz: „Ohne Ablöse geht aber nichts.“