Erstellt am 09. April 2016, 20:34

von Bernhard Fenz

Müder Kick - verdiente 0:1-Pleite. Nach der 0:3-Niederlage gegen die Admira in der letzten Runde musste der SV Mattersburg am Samstag nun einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Über weite Strecken präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Ivo Vastic einfach zu passiv und inaktiv, von daher war das 0:1 in Ried auch logisch und verdient.

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Ried – Mattersburg 1:0. Die Gäste traten im Vergleich zur 0:3-Niederlage daheim gegen die Admira mit zwei Umstellungen in der Startformation an. Philipp Erhardt kam im Mittelfeld zum zweiten Saisoneinsatz von Beginn an und ersetzte Michael Perlak, Alex Ibser durfte statt Patrick Bürger ran.

Das Spiel an sich war dann in der ersten Halbzeit nicht weiter nennenswert, was große fußballerische Höhepunkte betraf. Den Burgenländern fehlte bei den Gegenstößen die letzte Konsequenz, um auch zwingende Chancen zu kreieren. Ried wiederum war optisch stärker und wurde über hohe Bälle in den Strafraum gefährlich, aber auch hier blieben brenzlige Situationen für den SVM überschaubar. 

Unsortierte Gäste-Abwehr hatte die Rieder Führung zur Folge

Aber wer hartnäckig dran bleibt, wird über kurz oder lang belohnt. Im Fall der Rieder war das die verdiente Führung in Minute 58, weil die Oberösterreicher bis dahin einfach mehr Initiative gezeigt hatten: Erst brachte Jano mit einem Tackling den Ball unfreiwillig in die Gefahrenzone, da konnte Markus Kuster vor Thomas Fröschl den Ball noch klären. Die anschließende Flanke von Jakob Kreuzer auf Fröschl kam angesichts der unsortierten Abwehr der Burgenländer jedoch goldrichtig, Fröschl setzte den Ball per Kopf an Kuster vorbei ins Tor zum 1:0.

Wenn die Führung ein Weckruf für die passive Darbietung der Grün-Weißen gewesen sein soll, dann nur ein leiser. Mattersburg bemühte sich in der Folge zwar vermehrt um offensive Akzente, alleine es sollte wenig bis nichts gelingen. Einmal zog Thorsten Röcher an der Toroutlinie entlang gefährlich in die Mitte, der anschließende Abpraller landete bei Jano, dessen Schuss aber zu zentral ausfiel.

Fakt ist: Die Bemühungen sollten an dem Tag nicht reichen, im Gegenteil. Ried hätte im Konter beinahe noch das zweite Tor erzielt, aber der eingewechselte Daniel Sikorski verzettelte sich und verpasste so die Vorentscheidung.

Weiter geht es für den SV Mattersburg am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen den WAC.   

Stimmen

Jano: „Wir wussten, dass Ried kompakt ist, waren aber nicht konzentriert genug und haben zu viele Individualfehler gemacht – das kostet auch viel Kraft. Jetzt müssen wir schon an das nächste Spiel denken und weiterarbeiten. Heute war das nicht gut genug.“ 

SVM-Trainer Ivo Vastic: „Wir haben nicht viel zugelassen, aber Ried ist immer gefährlich aus Standardsituationen. Das Tor haben wir erhalten, als wir in der Vorwärtsbewegung waren – dann haben wir in dieser Situation auch schlecht verteidigt.“
 
Ried-Trainer Paul Gludovatz: „In der ersten Hälfte war es eher eine Pattsituation, der Schlüssel war der Beginn der zweiten Hälfte, in der wir gleich Druck gemacht haben und in der die Körpersprache gepasst hat – so etwas ist mir bekanntlich wichtig.“
 
Thorsten Röcher: „Uns ist nichts aufgegangen, erst nach dem 0:1 sind wir etwas munterer geworden. Aber insgesamt war es eine verdiente Niederlage.“
 

Statistik

Ried – Mattersburg 1:0 (0:0).- Tor: 1:0 (58.) Fröschl.
Gelb: Filipovic (39., Foul), Polverino (65., Foul), Prada (83., Foul).
SR: Schörgenhofer.- Keine-Sorgen-Arena, 4.086.
Ried: Gebauer; Hart, Trauner (59. Janeczek), Filipovic; Bergmann, Polverino, Elsneg, Prada; Kreuzer, Honsak (76. Honsak), Fröschl (82. Ziegl).
Mattersburg: Kuster; Farkas, Malic, Mahrer, Novak; Jano (78. Perlak), Erhardt, Röcher, Prietl; Pink (69. Templ), Ibser (61. Bürger).