Erstellt am 07. September 2011, 02:57

Nach Scheitern in Quali - Constantini droht Aus. Mit einer in der ersten Hälfte beherzten Leistung, aber ohne den notwendigen Sieg hat sich die österreichische Nationalmannschaft aus dem Rennen um die Tickets für die EM 2012 in Polen und der Ukraine verabschiedet. Ob das 0:0 gegen die Türkei auch der Abschied von Teamchef Dietmar Constantini war, wird sich am Mittwoch entscheiden.

Gut möglich, dass in den ausstehenden Partien auswärts gegen Aserbaidschan (7.10.) und Kasachstan (11.10.) schon ein neuer Teamchef auf der Trainerbank sitzt. ÖFB-Präsident Leo Windtner hat in den vergangenen Tagen zur Zukunft des in der Kritik stehenden Teamchefs auf den bis Jahresende laufenden Vertrag verwiesen.

Nachdem mit einem torlosen Remis gegen die Türken aber nun auch die theoretische Chance für eine Qualifikation verspielt worden ist, könnte es aber zur vorzeitigen Trennung kommen. Mit nur einem Sieg und einem Remis aus den jüngsten neun Spielen spricht die Bilanz nicht für Constantini.

"Die Situation ist für mich derzeit offen", gab Windtner unmittelbar nach dem Türkei-Match zu Protokoll. "Ich werde mich morgen mit Teamchef Constantini zusammensetzen und wir werden die Situation analysieren. Es hängt auch von Constantini ab, inwieweit er eine Perspektive für die nächsten Matches sieht, und dementsprechend werden wir das machen."

Constantini sagte aber bereits, dass er "derweil nicht" zurücktreten und auch noch in den abschließenden beiden EM-Quali-Matches auf der Bank sitzen wolle. "Wenn man der Mannschaft zuschaut, dann weiß man, dass die Mannschaft will und die Einstellung okay ist", meinte der Tiroler, der das Scheitern vor allem mit den Niederlagen im Frühjahr zu Hause gegen Belgien sowie in der Türkei (jeweils 0:2) begründete. "Da haben wir zu wenig Punkte gemacht."

Constanini reiht sich mit der verpassten Qualifikation in die Reihe seiner Vorgänger ein. Seit Herbert Prohaska ein Team um Andreas Herzog und Toni Polster zur WM-Endrunde 1998 in Frankreich geführt hat, hat kein Teamchef mehr die Qualifikation für eine Welt- oder Europameisterschaft geschafft. Prohaska, Otto Baric, Hans Krankl, Karel Brückner und nun Constantini haben die seit nun 14 Jahren währende Erfolglosigkeit nicht beenden können.