Erstellt am 21. Oktober 2014, 20:54

von Martin Ivansich

Nachspielzeit erneut ein Fluch. Der SVM kassierte im Ländle gegen Austria Lustenau in Minute 94 den 3:3-Ausgleich. Die Nachspielzeit kostete damit wie in der vergangenen Woche, wo man einen Elfer gegen den LASK verschoss, wichtige Punkte. Und weil die Linzer ihr Heimspiel gegen Horn gewannen, liegt Mattersburg nun fünf Punkte zurück und rutschte hinter Liefering auf Rang drei.

 |  NOEN, Bernhard Fenz
Und weil die Linzer ihr Heimspiel gegen Horn gewannen, liegt Mattersburg nun fünf Punkte zurück und rutschte hinter Liefering auf Rang drei.

Zum Spiel: Trainer Ivica Vastic nahm gegenüber dem 0:1 gegen den LASK keine Veränderungen in der Startelf vor. Die Mattersburger starteten dann auch besser in das Spiel. Nach zwei Minuten schoss Alexander Ibser knapp am Tor vorbei. Sechs Minuten später war es wieder Ibser, der nach einer Hereingabe von Thorsten Röcher knapp drüber köpfelte. Lustenau hatte kurz darauf durch Marcel Schreter seine erste Torgelegenheit, dessen Volley-Versuch ging aber ebenfalls über das Gehäuse.

Onisiwo eröffnete den Torreigen

Nach einer Viertelstunde durften die Burgenländer jubeln. Röcher setzte sich sehenswert durch, behielt den Überblick und spielte ideal auf Karim Onisiwo. Der hatte keine Mühe das Duell mit Lustenau-Goalie Christopher Knett für sich zu entscheiden. Die Freude über die Führung währte nur kurz. Wenige Augenblicke nach dem 0:1 staubte Lustenaus Thiago nach einem Schuss des Ex-Parndorfers Jailson zum 1:1-Ausgleich ab. In der Folge war es ein offenes Spiel, bei dem es im ersten Durchgang aber keine Höhepunkte mehr gab.

Nach dem Seitenwechsel hatte Michael Perlak die erste gute Gelegenheit, sein Schuss fiel aber zu leicht aus. Lustenaus Marcel Schreter hätte nach 52 Minuten beinahe das 2:1 erzielt, für den bereits geschlagenen SVM-Tormann Markus Kuster sprang Lukas Rath ein und klärte vor der Linie. Kuriose Szene in Minute 70: Lustenau-Tormann Knett nimmt einen Stückler-Rückpass mit der Hand auf. Logische Folge: Indirekter Freistoß für den SVM. Diesen knallte Jano in die Vorarlberger Mauer.

Turbulente Endphase mit vier Toren

13 Minuten vor dem Ende brachte Jailson die Gastgeber nach einem Eckball  erstmals in Führung. Dabei hätten die Mattersburger gewarnt sein müssen. Zwölf Tore erzielte Lustenau in dieser Saison bereits nach Standardsituationen. Zu diesem Zeitpunkt war der Spielstand auch verdient, die Heimischen hatten mehr vom Spiel.

Die Gäste hatten aber einen Onisiwo - und der sorgte mit einer cleveren Einzelaktion für die perfekte Antwort in Form des 2:2. Und es kam sogar noch besser für die Vastic-Elf. Michael Novak  schlenzte in der 90. Minute den Ball zum scheinbaren 3:2-Siegtreffer ins Netz. Doch Lustenau gab nicht auf und belohnte sich für viel Einsatz mit einem Tor in allerletzter Sekunde. Eigentlich waren die drei Minuten Nachspielzeit bereits abgelaufen, Schiedsrichter Ciochira ließ den heimischen Angriff aber duch laufen. Das nutzte Jailson eiskalt aus und traf aus kurzer Distanz.

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STATISTIK

SC Austria Lustenau - SV Mattersburg 1:1 (1:1).
Torfolge: 0:1 (16.) Onisiwo, 1:1 (18.) Thiago
Gelb: Malic (36., Foul), Ibser (40., Foul), Prietl (89., Foul), Kuster (93., Unsportlichkeit).
SR: Ciochira.- Reichshofstadion, 2800.
SC Austria Lustenau: Knett; Wolf, Stückler, Kobleder, Pürcher; Bolter, Zachhuber (65. Sobkova); Jailson, Wal Fall, Schreter (75. Galvao); Thiago (59. Tadic).
SV Mattersburg: Kuster; Fran (56. Prietl), Malic, Rath; Novak; Jano; Röcher (63. Doleschal), Sprangler, Perlak, Onisiwo; Ibser (82. Klemen).

STIMMEN ZUM SPIEL

SVM-Trainer Ivica Vastic: "Es ist bitter, wenn man wieder in der letzten Sekunde bestraft wird. Dennoch Kompliment an die Mannschaft. Sie hat alles gegeben."
 
Lustenau-Stürmer Jailson: "Mit dem Unentschieden sind wir nicht ganz zufrieden. Wir wollten drei Punkte, müssen aber froh sein in letzter Sekunde noch das 3:3 gemacht zu haben."