Erstellt am 14. Mai 2014, 07:55

von Bernhard Fenz

Neue Pokal-Spannung. BFV-Cup/ÖFB-Cup | Für das Finalevent des Burgenland-Bewerbs könnten doch nur drei – statt vier – ÖFB-Cup-Plätze vergeben werden.

Vom sportlichen Abschneiden des SV Mattersburg und des SC/ESV Parndorf (im Bild eine Szene des Derbys am Dienstagabend) hängt es ab, ob drei oder vier ÖFB-Cup-Tickets für die vier Mannschaften des burgenländischen Pokalfinals übrig bleiben.  |  NOEN, Michael Weller
Vier Tickets stehen dem burgenländischen Landesverband pro Saison für den ÖFB-Samsung-Cup zur Verfügung. Diese werden seit dem Vorjahr im Zuge des BFV-Cups – bei dem nun alle Top-Amateurteams bis zur Regionalliga teilnehmen – direkt über den Landespokal vergeben.

Erste Liga-Absteiger mit BFV-Ticket im ÖFB-Cup

Die einfache Rechnung bisher: Alle vier Teilnehmer des Finalturniers sind automatisch für den ÖFB-Cup qualifiziert. Dem könnte nun doch nicht so sein – dann nämlich, wenn der burgenländische Erste-Liga-Vertreter (Parndorf oder Mattersburg, das stand zu Redaktionsschluss noch nicht endgültig fest) in der Relegation gegen den LASK (2. und 5. Juni) verliert und in die Ostliga gehen muss.

In diesem Fall müsste der Absteiger verpflichtend mit einem Ticket des Landesverbands-Kontingents versorgt werden – und das hätte wiederum Auswirkungen auf das BFV-Cup-Finale. Weil das Turnier in Ritzing vor besagter Relegation über die Bühne geht, musste man nun reagieren. Fazit: Der dritte Platz wird in jedem Fall ausgespielt, könnte es doch im Falle des Falles darum gehen, wer bei den Plätzen für den österreichweiten Pokalbewerb leer ausgeht.

Alles beim Alten im Fall eines Relegationserfolgs

Bei einem Relegationssieg des burgenländischen Vertreters stünde freilich auch wieder das vierte Ticket zur Verfügung, dann wären alle Finalevent-Klubs dabei. BFV-Geschäftsführer Simon Knöbl: „Sorry, diese Neuigkeit ist natürlich blöd für die vier Vereine.

Das Problem ist, dass in den Verbänden die ÖFB-Cupbestimmungen anders interpretiert wurden. Es ist davon ausgegangen worden, dass der Bundesliga-Vertreter der Relegation im Fall eines Abstiegs nicht das Kontingent belastet – nur der Regionalliga-Vertreter im Fall eines Nicht-Aufstiegs. Nach Rücksprache muss es aber so gewertet werden, dass der Bundesliga-Verein zu Beginn des ÖFB-Cups bereits als Regionalligist zählt.“

Einer aus dem Quartett könnte leer ausgehen

Keine Freude haben freilich die teilnehmenden Klubs – einer der vier könnte nun durch die Finger schauen. Speziell der Verlierer des „Außenseiter-Halbfinales“ Wimpassing gegen Neusiedl/See hat es besonders schwer – wartet doch mit Ritzing oder Oberwart in jedem Fall ein Ostliga-erprobtes Team im dann entscheidenden Match um Platz drei.

Robert Haager, Trainer in Wimpassing: „Da haben die Kleinen einmal eine Chance vor den Vorhang zu treten – und dann das. Kein einziger Landesverband darf sich bei so einem Fehler aus der Verantwortung stehlen.“ Zweckoptimistischer Nachsatz: „Für uns gilt: Wir fahren eben zum Bewerb und gewinnen ein Spiel.“

Ähnlich sieht es Neusiedls Klubmanager Lukas Stranz: „Zuerst wurde uns gesagt, dass jedem Finalteilnehmer ein Ticket sicher ist, jetzt ist es wieder ganz anders – eine optische Schieflage für mich. Aber wir werden natürlich antreten und uns das Ticket sportlich erkämpfen.“

BFV-Cupfinale neu:

Samstag, 31. Mai, Spielort:
Sonnenseestadion Ritzing
15 Uhr: Ritzing - Oberwart
16.15 Uhr: Neusiedl - Wimpassing
17.45 Uhr (NEU): Spiel um Platz 3
19.15 Uhr: Finale