Erstellt am 26. Mai 2016, 09:14

von Daniel Fenz

Neue Wertung nach dem Stinatz-Ausstieg. Alle Partien der ausgestiegenen Stinatzer werden mit 0:3 gewertet - zudem sind nun zwei Klubs pro Runde spielfrei.

Wer führt jetzt den Verein? Stinatz' (Ex-) Obmann Gerald Koschitz. Er trat nach der Generalversammlung zurück, einen Nachfolger gibt es noch nicht.  |  NOEN, Bauer

Nachdem Obmann Gerald Koschitz in den letzten Wochen auf Tauchstation gegangen war, nimmt er nun Stellung zur "Causa Stinatz".

„Wir mussten zweimal schon auswärts absagen. Ich bin zwei Tage nach der Generalversammlung zurückgetreten“, erzählt Koschitz. Mit den Auswirkungen und Konsequenzen hatte man in Stinatz aber nicht gerechnet.

„Schade, dass es in der Meisterschaft war“

Für die vorzeitige Einstellung des Spielbetriebes und der nicht durchgeführten Partien muss der Verein 2.200 Euro Strafe zahlen. Oberste Priorität beim Obmann: Er möchte die Kassaprüfung positiv erledigt haben. „Ich werde mich in den nächsten Tagen mit Vizebürgermeister Josef Kreitzer, der als Rechnungsprüfer auftrat, zusammensetzen.“ Für die restlichen Runden in der 1. Klasse bedeutet das nun zwei Klubs, die spielfrei sind. Bislang war es einer, nun fällt auch zusätzlich die Stinatz-Partie flach.

Die Stimmen der Funktionäre und Vereine sind unterschiedlich: Riedlingsdorfs Trainer Joachim Schwarz: „Schade, dass es mitten in der Meisterschaft passiert ist.“ Rotenturms Trainer Ewald Bogendorfer meinte dazu: „Es ist auch ein finanzieller Schaden für den Verein, der gegen Stinatz noch ein Heimspiel ausgetragen hätte. Das geht dem Verein in der Kassa ab. Ein Match zu Hause ist eine große Einnahmequelle und wichtig.“

Kemetens Trainer Bernhard Müller zum Rückzug: „Es ist eine kleine Verzerrung der Meisterschaft, auch wenn sie nur fünf Punkte hatten. Wir hätten noch zuhause gegen Stinatz gespielt, wo wir unsere Verlosung durchführen wollten. Ich glaube, dass sie aber nicht der letzte Verein im Süden sind, der bald zusperren muss.“