Erstellt am 26. Oktober 2011, 00:00

Nicht nur Admira ist von Interesse. TIPP3 BUNDESLIGA / Der Leader kommt. SVM-Trainer Franz Lederer bewegen parallel dazu aber auch andere Fragen.

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VON BERNHARD FENZ

Der erste Meisterschaftsantritt der Admira im Pappelstadion seit dem Abstiegsjahr 2006 ist spannend. An oberster Stelle steht das erste dienstliche Wiedersehen der Burgenländer mit Didi Kühbauer. Der Mattersburg-Klassiker beendete 2008 seine aktive Karriere und kehrt nun als Cheftrainer eines Bundesliga-Konkurrenten an die alte Wirkungsstätte zurück.

Hosiners „Rückkehr“ als  Gegner des SV Mattersburg

Auch Philipp Hosiner kehrt zurück. Quasi. Der Burgenländer war in seiner Jugend beim SVM. Irgendwie. Und dann wieder doch nicht. „Ich war bei Mattersburg gemeldet, habe aber nie für Mattersburg gespielt“, so der 22-Jährige. Damals, in der Saison 2005/2006, war der aktuell Führende der Torschützenliste noch im BNZ aktiv, seine Mattersburger Zukunft war aber praktisch klar. Es kam anders, Hosiner entschied sich schließlich für einen Wechsel zu 1860 München und verabschiedete sich, noch ehe er überhaupt angekommen war. Dem Spiel im Pappelstadion sieht der Eisenstädter trotz allem entspannt entgegen: „Für mich ist das ein Match wie jedes andere. Es ist aber schön, wenn man in der Nähe seiner Heimat spielt.“ Erwartungen? „Wir wollen drei Punkte holen. Mit unserer aktuellen Form ist das machbar, auch wenn man Mattersburg nicht unterschätzen darf.“

Zwei entscheidende Fragen  an die grün-weißen Profis
Beim SVM wiederum lautet das Motto – speziell nach der furchtbaren ersten Halbzeit in Ried: Wiedergutmachung.

Trainer Franz Lederer wird deshalb gemeinsam mit den Profis zwei Fragen auf den Grund gehen: „Admira ist aktuell die beste Mannschaft in Österreich, aber wir reden immer noch von unserer Liga. Es kommt nicht Manchester. Mich interessiert vor allem: Wie treten wir auf? Und sind die Spieler imstande, ihren Beruf über 100 Minuten so auszuüben, wie es sich gehört? Dass wir es können, haben wir bewiesen – Leistungen wie in Graz, Salzburg oder gegen Rapid hat es ja gegeben.“

Ohne Naumoski und mit  Malic gegen die Admira
Leistungen wie in Ried aber eben auch. Wobei Lederer festgehalten haben will, dass die ersten 45 Minuten dort „schon eine heftige Geschichte waren. So schlecht wie in dieser Halbzeit haben wir in der aktuellen Saison noch nicht gespielt.“ Billige Gegentore und fehlende Gefahr im Spiel nach vorne waren da eine teuflische Mischung. Nur ungern erinnert sich Lederer an die Gegentore wie etwa den Treffer zum 2:0, den Goalie Gebauer mit einem Abschlag auf Solospitze Casanova eingeleitet hatte. „So etwas darf einfach nicht sein, noch dazu, wenn wir extra darauf hinweisen, dass Ried gerne mit langen Bällen agiert und sich vorne ein Stoßstürmer bewegt. Da muss man anders stehen und sich anders verhalten.“

Anders wird das Spiel gegen die Südstädter am Samstag in jedem Fall. Zumindest ändert sich die Besetzung der Mannschaft. Lederer muss auf Ilco Naumoski (fünfte gelbe Karte) verzichten, dafür hat Nedeljko Malic seine Sperre abgesessen.

Was die Profis von der Partie halten, bleibt offiziell übrigens ihr Geheimnis. Die Kicker erhielten ein Interviewverbot.