Erstellt am 14. September 2011, 00:00

Nicht schlecht ist noch nicht gut. TIPP3 BUNDESLIGA / Mattersburg verkaufte sich beim 1:1 gegen Rapid teuer. Was nach sieben Runden aber noch dringend fehlt, ist ein Sieg.

Stille Freude: Mattersburg-Kapitän Michi Mörz drehte nach dem 1:1 mit einem genüsslich Ausdruck von Zufriedenheit ab. Die geballte Faust verriet, dass er gerade eben im Hanappi-Stadion getroffen hatte. Am Ende holte der SVM ein Remis, am Sonntag kommt die Austria.BERNHARD FENZ  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Die drei Achtungserfolge gegen die Top-Klubs Sturm Graz (2:2), Salzburg (0:0) und Rapid (1:1) zeigen, dass der SV Mattersburg stark genug sein kann, um sich auch bei den Besten der Liga als zäher Gegner zu präsentieren.

Den Beweis, dass die Burgenländer auch so viele Punkte holen können, um eine ruhige Saison abseits des Abstiegskampfs zu bestreiten, sind die Schützlinge von Trainer Franz Lederer noch schuldig. Es fehlt ein Dreipunkter, um auch einmal in der Tabelle einen sichtbaren Vorwärtsgang einzulegen. Im Hanappi-Stadion wäre Rapid am Samstag durchaus angreifbar gewesen, mehr als der Ausgleich war aber nicht mehr drin. Lederer: „Vielleicht haben sich die Spieler da zu sehr mit dem X zufrieden gegeben.“ Aufbauen könne man auf die Leistung aber allemal, zumal durch das Remis nun auch Kapfenberg überholt wurde – der SVM ist nicht mehr Letzter.

„Ich bin zuversichtlich,  wir haben gut gespielt“

Ein Umstand, der für den Trainer „mal nicht schlecht“ ist. Am Sonntag (18.30 Uhr) ist die Austria zu Gast im Pappelstadion. Geht man nach den bisherigen Duellen, in denen Mattersburg klarer Außenseiter war, sieht es gut aus. „Die Austria muss aktiv sein und gewinnen. Wir wollen uns so verkaufen, dass es eine interessante Partie wird.“ Eine Woche später müssen die Grün-Weißen dann (nach dem Mittwoch-Cup-Match bei den Red Bull Juniors) in Kapfenberg bestehen. Gelingt gegen die Veilchen der erste Saison-Dreipunkter, wäre das die perfekte Moralinjektion, wie Lederer klarstellt: „Mit einem Sieg im Rücken geht alles viel leichter. Es fehlt nicht viel.“

Und auch Kapitän Michael Mörz denkt positiv: „Ich bin für die nächsten Partien zuversichtlich, weil wir am Samstag gut gespielt haben.“ Wie der 31-Jährige mit seiner persönlichen Bilanz zufrieden sei? „Bisher habe ich zwei Tore erzielt, das tut gut. Im Grunde geht es aber nur um die Mannschaft. Lieber wäre mir ein Tor weniger und dafür acht Punkte. Die waren locker drin.“