Erstellt am 08. Juni 2016, 06:25

von Bernhard Fenz

Noch kein klares Ja zur Aufstiegsfrage. Vor der letzten Runde bleibt offen, wer in die Ostliga gehen wird. Die SVM Amateure alleine können es nicht sein.

Klare Sache: In der vorigen Saison wurde der SV Oberwart (unter dem damaligen Trainer Sandor Preisinger, Bild) Meister der BVZ Burgenlandliga und stieg in die Regionalliga Ost auf. Diesmal ist die Sachlage etwas komplizierter. Foto: Daniel Fenz  |  NOEN, Daniel Fenz
Meister wird der Klub, der am Ende Erster ist. Wenigstens dieser Punkt kann in der aktuellen Saison nach der letzten Runde rasch beantwortet werden. Dass damit noch lange nicht klar ist, wer auch tatsächlich in die Ostliga aufsteigen wird, wurde an dieser Stelle schon mehrfach berichtet. Und es hat sich im Wesentlichen nicht viel an der komplexen Lage geändert.

SVM Amas müssten Relegation spielen

Zur Erinnerung: Die Amateure des SV Mattersburg wollen aufsteigen, müssen dafür aber zwingend Erster werden. Nur dann könnten sie ein Relegationsmatch gegen die Rapid-Fohlen, die das schwächste Amateurteam der Regionalliga sind, um ein Ticket in der Ostliga bestreiten.

Hintergrund: Mittlerweile ist die Zahl der Amateurteams in der Regionalliga beschränkt. Die Termine für ein mögliches direktes Duell wären bereits gelost: Am 15. Juni (19 Uhr) in Wien und am 18. Juni (17.30 Uhr) in Mattersburg.

Für alle anderen Vereine an der Spitze gilt es, die grün-weiße Zweiermannschaft geistig auszuklammern. Weil es völlig unerheblich ist, wie die Mannschaft von Kurt Jusits („Dass wir den Aufstieg nehmen würden, ist kein Geheimnis.“) abschneidet.

Denn Fakt ist nun einmal: Der beste Nichtamateurverein verfügt über ein Aufstiegsrecht. Es muss also einen Klub geben, der in die Ostliga geht. Sollte das beste Team verzichten, wird der Nächstplatzierte gefragt – mehr als drei Vereine werden es aber nicht sein.

„Derzeit gibt es noch keine Tendenz“

Soweit, so klar. Trotzdem zieren sich die betroffenen Klubs mit klaren Aussagen – vor allem, wenn es um ein Aufstiegsbekenntnis geht.

Bei Leader Eberau etwa stellt Pressesprecher Alfred Ranftl klar: „Derzeit gibt es noch keine Tendenz und schon gar keine Entscheidung, ob wir aufsteigen würden. Wir warten den letzten Spieltag ab.“

Einzig in Eltendorf ist laut Sigi Prader die Sache definitiv durch: „Egal, was passiert: Es gibt einen gültigen Vorstandsbeschluss in Absprache mit unserem Präsidenten – und der besagt: kein Aufstieg.“

Auch St. Margarethen winkte bereits fix ab, nur beim ASV Draßburg blieb Präsident Christian Illedits am Montag vor dem Nachtragsspiel in Neudörfl (das 1:1 ausgegangen ist) diplomatisch: „Wir haben noch die Chance, Erster zu werden. Dann müsste man sich das Ganze ansehen.“ Ob ein Aufstieg eine Option wäre, würde man nicht Erster werden? „Das kann ich so nicht sagen, warten wir einmal den Verlauf der letzten Runde ab.“

Von Seiten des BFV hofft Präsident Gerhard Milletich freilich noch auf ein normales Ende, was die Aufstiegsfrage betrifft: „Ich gehe davon aus, dass es einen – oder vielleicht sogar zwei Aufsteiger geben wird, sollten die Mattersburg Amateure in die Relegation kommen und dort gewinnen.“

Dass die Spitzenklubs noch kein klares Bekenntnis zum Aufstieg abgeben, sei für den BFV-Boss jedenfalls eigenartig. „Es liegt in der Eigenverantwortung der Funktionäre. Wenn sie nein sagen, ist das natürlich zu akzeptieren.“ Dass nun möglicherweise gar ein kollektives Nein droht, sei aber für den Verbandschef „kein Ruhmesblatt“.


Die Entscheidung

Samstag, 17: Draßburg - SVM Amateure, Eberau - St. Margarethen, Eltendorf - Horitschon.