Erstellt am 18. Februar 2013, 12:54

Nordische Elite im Val di Fiemme um WM-Edelmetall. Das Val di Fiemme ist ab Mittwoch zum dritten Mal nach 1991 und 2003 Schauplatz Nordischer Ski-WM.

Die Schanzen in Predazzo und die Langlaufloipen in Lago di Tesero sind die Wettkampfstätten, an denen auch österreichische Skispringer und Nordische Kombinierer sehr gute Chancen auf Edelmetall besitzen. Für die ÖSV-Langläufer wären Platzierungen unter den ersten zehn als schöner Erfolg zu werten.

An den zehn Medaillen (7-2-1) von Oslo 2011, dem bisher erfolgreichsten Großereignis für die ÖSV-Nordischen, will sich das rot-weiß-rote Aufgebot in der Provinz Trentino aber nicht messen lassen. 1991 hatten Heinz Kuttin, Klaus Sulzenbacher und Co. fünf Stück Edelmetall (3-1-1) geholt. Etwa in diesem Bereich liegt auch die Vorgabe von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel für die 21 Bewerbe.

Die Springer stellen in Thomas Morgenstern (Normalschanze) und Gregor Schlierenzauer (Großschanze) beide Titelverteidiger bei den Herren. Weltcup-Rekordler und Tournee-Gewinner Schlierenzauer (8 Saisonsiege) präsentiert sich weiterhin in Topform.

Die Form von Morgenstern ist nach langer Wettkampfpause allerdings schwer einzuschätzen. Kofler (WM-2. in Oslo) versuchte zuletzt zu jener Klasse zu finden, die ihm zu zwei Weltcup-Saisonsiegen verholfen hatte. WM-Debütant Stefan Kraft gilt als "Joker", bei den Damen zählt Jacqueline Seifriedsberger zu den Medaillenkandidatinnen. Daniela Iraschko kann ihren Titel wegen einer Verletzung nicht verteidigen. In der Domäne Teambewerb gab es in diesem Winter in fünf Konkurrenzen (inklusive einmal Mixed) noch keinen Sieg.

Die Kombinierer sind in ihren vier Bewerben (zweimal Einzel, Team und Team-Sprint) ebenfalls für das eine oder andere Edelmetall gut. Der Olympia-Dritte Bernhard Gruber und der nach einer Knieverletzung gerade noch rechtzeitig fit gewordene Mario Stecher führen das Aufgebot von Cheftrainer Christoph Eugen an.

Die um den Anschluss an die Weltspitze ringenden ÖSV-Langläufer wären schon mit Top-Ten-Plätzen zufrieden. Österreich ist insgesamt mit dem Rekordaufgebot von 25 Athleten bei der WM vertreten.