Erstellt am 23. Januar 2013, 00:00

Normal, aber seltsam. Regionalliga Ost / Die Gebietskrankenkasse prüft den SC Ritzing aufgrund einer „seltsamen Konstruktion“.

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Von Bernhard Fenz und Michael Heger

Alle Kräfte gelten bei Ostligist Ritzing derzeit der Zusammenstellung des neuen Kaders unter Neo-Trainer Fuad Djulic. Die Mittelburgenländer wollen unbedingt den Klassenerhalt schaffen.

Auf einer anderen Ebene läuft wiederum eine Prüfung der Burgenländischen Gebietskrankenkasse (BGKK) bezüglich der Sozialversicherungsbeiträge. „Dass wir prüfen, ist nicht außergewöhnlich, sondern ganz normal“, wie Direktor Christian Moder wissen ließ, und doch gibt es einen pikanten Hintergrund. Von 2009 bis 2011 hatte der SC Ritzing keine Spieler angemeldet, weil ein slowakischer Sponsor diese zur Verfügung gestellt hatte. Die, wie es in einem Schreiben der BGKK an alle in dieser Zeit aktiven Kicker (siehe dazu Faksimile oben) heißt, „seltsame Konstruktion“, werde nun durchleuchtet. So sind die Fußballer aufgefordert, die Fakten aus ihrer Sicht darzustellen. Moder: „Wir hinterfragen alles, was darauf hindeutet, dass ein höherer Betrag als der Freibetrag (Anmerkung: 540 Euro) ausbezahlt wird, das ist unsere Aufgabe. Fußballer sind für uns nichts anderes als Dienstnehmer.“ Wie es um die Sozialversicherungs-Zuständigkeit für diesen Zeitraum stehe, werde jedenfalls geprüft. SC-Ritzing-Obmann Harald Reißner sieht die Sache gelassen: „Die Spieler haben gewusst, von wem sie bezahlt werden, und das auch unterschrieben.“

Dass Akteure in der Slowakei gemeldet waren, sei für den Ritzing-Boss jedenfalls nicht seltsam: „Die Hoheitsgrenze der BGKK endet an der Landesgrenze, das scheint ihnen nicht recht zu sein.“