Erstellt am 07. November 2012, 00:00

Nummer eins in Europa. Titel verteidigt / Nicole Trimmel wiederholte ihre Leistung vom letzten Europameisterschaftsfinale und holte erneut den Titel. Die Russin Ksenia Mirochnishenko war letztendlich chancenlos.

Erfolgsduo. Nicole Trimmel und ihr Konditionstrainer Andreas Vock strahlten nach der erfolgreichen Titelverteidigung bei der Europameisterschaft.  |  NOEN
Von Martin Ivansich

KICKBOXEN / Der Osliperin Nicole Trimmel gelang es am vergangene Wochenende einen weiteren Meilenstein in ihrer Sportler-Karriere zu setzen. Die 30-Jährige zog bei der Leichtkontakt-Europameisterschaft in der türkischen Hauptstadt Ankara souverän in das Finale ein. Dort wartete die Russin Ksenia Mirochnishenko auf Trimmel. Die Russin, die als Konditionskickboxerin gilt, hatte in den Vorrunden ihre Gegner förmlich überrollt.

Russin zeigte großen  Respekt vor Trimmel

Doch gegen Nicole Trimmel war der Respekt schon etwas größer. Die Russin wusste, dass ein solcher Angriff bei der amtierenden Welt- und Europameisterin für sie verhängnisvoll sein kann und sie ordentlich Konter bekommt. Ende der ersten Runde stand es noch 1:1. „In der ersten Runde ist es mir nicht ganz gelungen, alles was ich mir vorgenommen habe auch umzusetzen“, so die erfolgreicher Sportlerin.

Trimmel ab Runde  zwei klar überlegen

Ab der zweiten Runde ging Trimmel dann klar in Führung. „Ich habe mich extrem gut gefühlt und bin dann richtig gut in den Kampf gekommen. Ich hab mich sehr gut bewegt und war so locker wie noch nie in diesem Finale! Bereits beim Aufwärmen hatte ich diese Leichtigkeit, die ich gegen die Russin gebraucht habe, um es cool bis zum Ende durchzuziehen“ lächelte die frischgebackene Europameisterin.

Bei der Siegerehrung wurde dann noch irrtümlich die falsche Hymne eingespielt — es erklang die russische Hymne. Das sorgte für ein großes Schmunzeln in der Halle. Am Ende hatte es dann doch noch mit der richtigen Hymne geklappt und Trimmel realisierte ihren Erfolg.