Erstellt am 24. September 2013, 09:53

„Nur vom Reden kommt das nicht“. Tipp3 Bundesliga / Thomas Salamon schwimmt mit Grödig auf der Erfolgswelle – verantwortlich ist mehr als die Aufstiegseuphorie.

Der Lauf geht weiter: Aufsteiger Grödig blieb nach dem 3:2-Sieg bei Meister Austria auch gegen Innsbruck spektakulär. Die Salzburger holten ein 1:3 auf – Endstand 3:3. Mittendrin: Der Stötteraner Thomas Salamon (l., mit Maximilian Karner), ihm gelang am Samstag der Ausgleich in Minute 85.  |  NOEN, GEPA pictures/ Hans Simonlehner
Von Bernhard Fenz

17 Punkte nach dem ersten Viertel der Tipp3 Bundesliga, Platz zwei hinter Titelfavorit Salzburg, Auswärtserfolge in Wien gegen Rapid und Meister Austria, eine attraktive Spielweise: Aufsteiger Grödig ist im ersten Jahr ganz oben ganz schnell angekommen.

x  |  NOEN, GEPA pictures/ Hans Simonlehner

Da kann sich dann auch einmal eine überraschende 3:6-Heimpleite gegen Wiener Neustadt hineinschummeln, ohne dass gleich Sand ins Getriebe des Aufsteigers kommt. Zu gefestigt scheint die Mannschaft von Trainer Adi Hütter, die nach wie vor voll auf der Euphoriewelle des Aufstiegs schwimmt.

Doch ganz so einfach ist es nicht, wie Thomas Salamon betont. Der 24-jährige Stötteraner ist im Hütter’schen System auf der linken Seite gesetzt und traf bislang auch dreimal ins Schwarze – erst wieder am Samstag in Minute 85 zum 3:3-Ausgleich gegen Innsbruck. „Es redet sich immer so leicht wegen der Euphorie, aber nur vom Reden alleine kommt das nicht. Du musst das dann schon auf den Platz bringen – und da steckt harte Arbeit dahinter.“

Das Burgenland sieht Salamon seltener 

Die ersten neun Runden haben laut Salamon jedenfalls bewiesen, dass „wir mit unserem Fußball nach einer ganz kurzen Eingewöhnungsphase schnell in die neue Liga hineingefunden haben“. Trotzdem bleibe die Zielsetzung vorerst die gleiche. Mit jedem Punkt könne sich Grödig Schritt für Schritt weiter von den hinteren Plätzen entfernen, um den obligaten Plan eines Aufsteigers im Jahr eins zu realisieren. „Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben, das bleibt weiter so.“

Freilich hat Grödig längst Lunte gerochen, um sich noch länger in der ersten Tabellenhälfte zu etablieren. Das muss aber natürlich nicht an die große Glocke gehängt werden. Wer braucht schon selbst auferlegten unnötigen Druck?

Also können die Salzburger in Ried mit dem angenehmen Punktepolster im Rücken ein nächstes Ausrufezeichen anpeilen. Gespielt wird wie immer in der obersten Liga am Samstag – diesmal um 16.30 Uhr. Manchmal kommt der Aufsteiger auch am Sonntag dran. So oder so hat sich auch der Lebens-Rhythmus des Mittelfeldspielers, der in der Ersten Liga nach den Freitagspielen am Wochenende Zeit für einen Aufenthalt in der Heimat hatte, etwas verschoben. Besuche im Burgenland sind seltener geworden, Salamon wird es verkraften. Als Belohnung hat er es schließlich in die oberste Liga geschafft, zudem hat seine Freundin Kathrin mittlerweile ihren Lebensmittelpunkt nach Salzburg verschoben. „Es läuft derzeit alles perfekt.“